PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Waffenexporte sind im vergangenen Jahr deutlich eingebrochen. Mit den Exporten wurden gut 40 Prozent weniger erwirtschaftet als 2019, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Verteidigungsministeriums hervorgeht. Grund sei vor allem die Corona-Krise. Demnach wurden 2020 etwa 4,9 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Rüstungsgütern eingenommen. Im Vorjahr waren es noch rund 8,3 Milliarden Euro gewesen. Dem Bericht zufolge bleibt Frankreich dennoch weltweit auf Platz drei der größten Waffenexporteure.

Neben der Krise erklärt der Bericht des Verteidigungsministeriums den Exporteinbruch mit ausbleibenden Großaufträgen über mehr als 500 Millionen Euro. Dies habe jedoch terminliche Gründe gehabt und sei keine grundlegende Tendenz. Die Bedingungen für 2021 seien nun günstiger. Man könne auf Einnahmen in Höhe von mindestens 10 Milliarden Euro hoffen, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP einen Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Während im vergangenen Jahr etwa ein Viertel und damit die meisten Aufträge aus europäischen Länder kamen, verdiente Frankreich am meisten durch die Abnehmer Saudi-Arabien, die USA und Marokko./rbo/DP/fba