BERLIN (dpa-AFX) - Die Linken-Chefin Janine Wissler hat den Vorschlag ihrer Partei zur Besteuerung von Geldvermögen und privatem Immobilienbesitz verteidigt. Da es einen Freibetrag von einer Million Euro pro Person geben würde, wären viele Eigenheimbesitzer, vor allem Familien, gar nicht betroffen, sagte Wissler am Montagabend in der ARD-Livesendung "Der Vierkampf nach dem TV-Triell". Für Betriebsvermögen sollte es einen Freibetrag in Höhe von fünf Millionen Euro geben.

Für Betriebe, die durch die Corona-Krise ohnehin belastet seien, könnte dies der "Todesstoß" sein, sagte die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. "Durch mehr Umverteilung kriegen sie kein Problem gelöst", fügte sie hinzu.

Es gehe jetzt darum, eine "wirtschaftliche Dynamik zu erzeugen", sagte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner bekräftigte seine Forderung nach einer Superabschreibung für Investitionen in Anlagegüter. Nötig seien Maßnahmen, mit denen sich Deutschland nach der Corona-Pandemie aus der Krise herausarbeiten könne, sagte Lindner, der Ambitionen auf das Amt des Bundesfinanzministers hat. Es zeige sich, dass die USA und China mit kräftigerem Wachstum aus der Krise kämen. Zudem forderte Lindner eine schnelle Abschaffung des Solidaritätszuschlags: "Der Soli ist verfassungswidrig, muss also entfallen."/sk/DP/men