BERLIN (dpa-AFX) - Gut eine Woche vor der Bundestagswahl am 26. September gibt es laut einer neuen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kaum Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche. Lediglich die Grünen verlieren in der Sonntagsfrage einen Prozentpunkt und lägen nun bei 16 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. Alle anderen Parteien konnten ihre Umfragewerte im Vergleich zur Vorwoche stabil halten. Demnach läge die SPD mit 25 Prozent weiter vorn in der Wählergunst, gefolgt von der CDU/CSU mit 22 Prozent. Die AfD könnte mit 11 Prozent rechnen, die FDP ebenfalls mit 11 Prozent und die Linke mit 6 Prozent.

Unter möglichen Zweier-Bündnissen hätte lediglich eine Koalition aus SPD und CDU/CSU eine knappe Mehrheit. Reichen würde es für mehrere Dreier-Bündnisse, darunter eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Auch eine Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP sowie aus Rot-Grün-Rot wäre rechnerisch möglich.

Bei der Frage, wen die Deutschen am liebsten als Kanzler hätten, liegt SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz mit 48 Prozent weiter deutlich vorn. Er konnte sein Ergebnis im Vergleich zur Vorwoche halten. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) verbesserte sich laut Umfrage um einen Prozentpunkt und kommt nun auf 22 Prozent. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock verliert hingegen einen Punkt und liegt mit 15 Prozent auf Rang drei.

Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten./nku/DP/jha