Walt Disney (WKN: 855686) besitzt viele Geschäftsbereiche, die derzeit medial diskutiert werden. Bedingt durch COVID-19 sind es beispielsweise die Freizeitparks oder auch die Filmstudio-Sparte, die derzeit beide wenig Umsätze generieren. Für den gegenwärtigen operativen Erfolg sind beide Segmente überaus wichtig.

Das, was jedoch viel Zukunftspotenzial beinhaltet, ist das Streaming, Walt Disneys momentan wachstumsstärkster Geschäftsbereich. Auch die letzten Quartalszahlen haben gezeigt, dass insbesondere der Flaggschiff-Service Disney+ mit 73,7 Mio. aktiven Streamern glänzen konnte. Hinter den Streaming-Diensten, wozu auch Hulu und ESPN+ gehören, steckt in gewisser Weise ein strategischer Imperativ des Micky-Maus-Konzerns.

Der Masterplan für dieses Segment begann dabei übrigens bereits im Jahre 2009 und er wurde 2012 spannend erweitert. Wobei sich sogar das Management von Walt Disney der Tragweite der damaligen Entscheidungen vielleicht nicht einmal bewusst gewesen ist.

Walt Disney: Frühe Anfänge im Streaming-Bereich?

Zugegebenermaßen ist Streaming weder im Jahre 2009 noch im Jahre 2012 eine Mainstream-Angelegenheit gewesen. Selbst eine Netflix-Aktie notierte zum damaligen Zeitpunkt erst auf einem Aktienkursniveau von ca. 4 Euro. Wer zum damaligen Zeitpunkt aufgesprungen wäre, der hätte seinen Einsatz noch verhundertfacht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wie auch immer: Zu diesem Zeitpunkt hat das Management wichtige Entscheidungen getroffen, was den künftigen Erfolg von Disney+ betrifft: Man hat Marvel übernommen. Eigentlich ist diese Übernahme angedacht gewesen, um sich die exklusiven Inhalte für das Filmstudio-Geschäft sichern zu können. Und, keine Frage: Das Kalkül ist definitiv aufgegangen. Aber die starken Inhalte sind inzwischen gleichzeitig ein Treiber der Erfolgsgeschichte des Streamings.

Gekrönt worden ist diese „Weitsicht“ außerdem noch von der Übernahme von Lucasfilm im Jahre 2012. Dadurch hat sich Walt Disney die Rechte am Star-Wars- und Indiana-Jones-Franchise gesichert, was ebenfalls ein Zugpferd von Disney+ geworden ist. Selbst neuere Auskopplungen wie The Mandalorian, die den Kanon der klassischen Filme erweitern, sind derzeit sehr beliebt und tragen zum Erfolg von Disney+ bei. Das zeigt eines: Wie wichtig Content ist.

Eine Macht im Content!

Keine Frage: Walt Disney ist inzwischen zu einer Macht im Content geworden. Das ist ein Teil des Erfolgsrezeptes von Disney+, gepaart mit dem derzeit niedrigen Preis für die erstklassigen Inhalte. Wobei die frühen Investitionen ebenfalls dazu beitragen, dass Walt Disney nicht jetzt noch teuer in exklusive und beliebte Inhalte investieren muss.

Walt Disney hat frühzeitig in erstklassigen Content investiert und dadurch eine erstklassige Wettbewerbsposition aufgebaut. Ein Vorteil, den sich viele Konkurrenten, Wettbewerber und sogar Platzhirsche zum jetzigen Zeitpunkt teuer erkaufen müssen.

Content ist Macht und Walt Disney ist, wie gesagt, eine Macht im Content. Wobei sich frühe, weitsichtige und unternehmensorientierte Entscheidungen zum Ausbau des Portfolios jetzt auszahlen. Das ist womöglich eine weitere wichtige Erkenntnis: Nämlich, dass es bei Walt Disney scheinbar nicht um kurzfristige Reize geht. Nein, sondern um die Pflege und den Ausbau des eigenen Portfolios mit starken, exklusiven Inhalten.

Wichtig für den Wettbewerb

Der Streaming-Markt könnte auf absehbare Zeit etwas wettbewerbsintensiver werden. Allerdings braucht Walt Disney diesen eigentlich kaum zu fürchten. Durch die frühen, wegweisenden Entscheidungen zum Ausbau des Content-Portfolios hat der Medien- und Freizeitkonzern einen Wettbewerbsvorteil erreicht. Wobei diese Entscheidungen vermutlich eher unbewusst getroffen worden sind. Trotzdem begann die Reise der Erfolgsgeschichte von Walt Disney im Streaming bereits im Jahr 2009. Wenn auch nicht aktiv.

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Vincent besitzt Aktien von Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $60 Call auf Walt Disney und Short January 2021 $135 Call auf Walt Disney.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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