Nein, Warren Buffett investiert mit Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) natürlich nicht in Bitcoin. Das Orakel von Omaha ist ein Kritiker, was die Kryptowährung angeht. Die Bezeichnung Rattengift im Quadrat dürfte seine ablehnende Haltung sehr deutlich umschrieben haben. Eine direkte Investition ist daher vermutlich auf absehbare Zeit nicht realistisch.

Allerdings könnte Warren Buffett mit einer indirekten Beteiligung von Berkshire Hathaway in den Bitcoin investiert sein. Riskieren wir einen Blick darauf, was Foolishe Investoren dazu wissen sollten. Wobei die Unterscheidung eines Geschäftsmodells mit Bitcoin und eine Investition, auch mittelbar, ein entscheidendes Merkmal sind.

Warren Buffett & Berkshire Hathaway: Mit Nubank in Bitcoin?

Wie Foolishe Investoren zuletzt mitbekommen haben dürften, hat es eine kleinere Beteiligung von Warren Buffett und Berkshire Hathaway gegeben: nämlich in die Nubank. In die digitale, brasilianische Bank investierte das Orakel von Omaha rund eine halbe Milliarde US-Dollar. Wobei auch hier natürlich fraglich sein könnte, ob das Volumen direkt auf den Starinvestor zurückzuführen ist.

Die Nubank ist daher eine neue, digitale Beteiligung, womöglich in ein Geldhaus 2.0. Das impliziert auch, dass Bitcoin einen Teil des Geschäftsmodells ausmachen könnte. Konkret bedeutet das, dass die Nubank ihren Kunden, Sparern und Investoren die Möglichkeit geben möchte, in den Bitcoin zu investieren. Ein Umdenken bei Warren Buffett und Berkshire Hathaway? Für mich keineswegs.

Im Endeffekt sind weder das Orakel von Omaha noch die Beteiligungsgesellschaft auch bloß mittelbar in die Kryptowährung investiert. Sie profitieren lediglich von einem Geschäftsmodell, das auf Käufe und Verkäufe der digitalen Münze durch Verbraucher setzt. Letztendlich tragen sie allerdings das Risiko. Das Geldinstitut dürfte bloß Provisionen für Produkte oder Gebühren bekommen. Für mich ein überaus entscheidender Unterschied.

Warren Buffett und Berkshire Hathaway investieren daher nicht in den Bitcoin, nicht einmal mittelbar. Mit der Nubank ist das Orakel von Omaha nur bereit zuzugeben, dass Finanzdienstleistungen andere Formen umfassen könnten. Neue, digitale Währungen entsprechen dabei offenbar den Vorlieben der Kunden und Verbraucher.

Erwarte nicht zu viel …

Foolishe Investoren sollten daher mit Blick auf diese Schlagzeile nicht zu viel erwarten. Warren Buffett und Berkshire Hathaway hängen nicht am Bitcoin. Für mich ist das die wichtigste Erkenntnis, wie wir mit Blick ins Detail feststellen können.

Die Nubank besitzt lediglich Anknüpfungspunkte zur digitalen Münze. Unterscheidungen sind hier wichtig, wobei das Nicht-zu-viel-Erwarten auch in anderweitiger Hinsicht relevant ist. Nämlich wenn wir die Größe der Beteiligung mit lediglich einer halben Milliarde US-Dollar würdigen. Bei der Beteiligungsgesellschaft fällt das kaum ins Gewicht.

Der Artikel Warren Buffett & Berkshire Hathaway: Jetzt doch Bitcoin …? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short June 2021 $240 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B shares) und Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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