Die Aktie von Axon Enterprise (WKN: A2DPZU) hat in den letzten Wochen für einigen Wirbel gesorgt. Der US-amerikanische Produzent von Taser und Bodycams könnte zum Profiteur der Ausschreitungen in den USA werden. Solche Themen zeigen schließlich, wie sensibel das Thema Polizeigewalt auch heute noch ist. Und wie wichtig es ist, die Bevölkerung und die Beamten gleichermaßen vor solchen Schlagzeilen zu schützen.

Eine Lösung für ein solches Problem ist das konsequente Ersetzen von tödlichen Schusswaffen durch nicht tödliche Alternativen. Entsprechend könnte Axon Enterprise mittel- bis langfristig eine größere Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen spüren.

Ein Geschäftsmodell, das interessant für Investoren ist. Aber auch für Warren Buffett? Eine Frage mit einer eigentlich klaren Antwort: Nein, vermutlich wird das Orakel von Omaha hier nicht zuschlagen. Aber es könnte etwas geben, das ihm bei dem Unternehmen gefällt. Lass uns das im Folgenden etwas näher erörtern.

Warum Warren Buffett nicht kaufen wird

Grundsätzlich existieren jedoch zunächst zwei Gründe, weshalb das Orakel von Omaha und Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) nicht aktiv werden dürften: Die Bewertung von Axon Enterprise und das Geschäftsmodell. Letzteres zumindest aus einem näheren Blickwinkel heraus.

Axon Enterprise kommt aktuell jedenfalls auf eine Marktkapitalisierung in Höhe von rund 5,4 Mrd. US-Dollar. Ein vergleichsweise kleiner Wert, was hier einen großen Teil dieser Chance darstellt. Allerdings vermutlich zu klein für Warren Buffett ist. Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway kommt schließlich auf eine Marktkapitalisierung in Höhe von rund 440 Mrd. US-Dollar und besitzt ein Portfolio, das ebenfalls im mittleren dreistelligen Milliardenbereich rangiert. Selbst wenn Buffett Axon Enterprise daher als ganzes Unternehmen kaufen würde, so wäre der Anteil an Berkshire Hathaway vergleichsweise gering. Ein erstes Hindernis, das wir als Privatinvestoren glücklicherweise nicht besitzen.

Des Weiteren zählt Axon Enterprise vermutlich nicht zum Circle of Competence des Orakels von Omaha. Wie wir Fools bereits das eine oder andere Mal erklärt haben, sind die Sicherheitslösungen selbst, sprich die Taser und die Body Cams, bloß ein kleiner Teil dieser Erfolgsgeschichte. Das Herzstück, das langfristig für eine größere Perspektive sorgt, ist hingegen die digitale Plattform für Sicherheitsbehörden.

Hier wird es den Sicherheitsbehörden ermöglicht, Zugriff auf sämtliche Daten von Bodycams und dergleichen zu erhalten. Das kann Ermittlungen bedeutend vereinfachen und gleichzeitig auch sicherer und beweiskräftiger machen. Eben weil es Videos zu bestimmten Situationen gibt. Ein Vorteil für Behörden, der Axon Enterprise im Gegenzug stabile Umsätze durch den Zugriff als Abo-Modell einbringt.

Damit zählt Axon Enterprise unweigerlich zum Bereich der Tech-Aktien. Ein Geschäftsbereich, den Warren Buffett vermutlich ebenfalls eher meidet. Sowohl die Größe als auch die konkrete Ausrichtung könnten daher Hindernisse sein, weshalb das Orakel von Omaha hier nicht investiert.

Aber: Das dürfte Buffett gefallen!

Es dürfte jedoch auch einige Aspekte geben, die Buffett an Axon Enterprise mag. Zum einen ist das auch das Geschäftsmodell in seinem Markt: Axon Enterprise verfügt schließlich über einen klaren Megatrend. Der operative Erfolg fußt darauf, dass es für Sicherheitsbehörden künftig wichtiger werden dürfte, teilweise auf nicht tödliche Schusswaffen zu setzen. Der Fall George Floyd in den USA hat das ein weiteres Mal bestätigt. Das könnte wiederum eine Perspektive für langfristiges Wachstum schaffen.

Außerdem ist Axon Enterprise in seinem Bereich führend, vor allem was die Technologie betrifft. Der Wettbewerbsvorteil wird jetzt womöglich durch die digitale Plattform noch einmal bedeutend ausgebaut. Die Bündelung von Body Cams auf einer solchen ist ein intuitiver, aber wegweisender Schritt für das Unternehmen.

Gleichzeitig erhöht sich mit jedem Abonnenten aus dem Kreis der Sicherheitsbehörden der Netzwerkeffekt, was die Plattform von Axon Enterprise noch wertvoller werden lässt. Auch das wäre mit Sicherheit etwas, das dem Orakel von Omaha positiv auffiele, wenn er sich denn mit diesem kleineren Unternehmen aus dem Tech-Bereich beschäftigen würde.

Wie gesagt: Warren Buffett wird nicht kaufen …

Auf der Kaufliste von Warren Buffett und Berkshire Hathaway wird Axon Enterprise vermutlich eher nicht stehen. Das Unternehmen ist zu klein und zu tech-lastig. Ein Mix, den er vermutlich eher nicht präferiert.

Aber vielleicht solltest du die Aktie etwas genauer unter die Lupe nehmen. Denn es könnte ein Unternehmen sein, das einem aus dem Foolishen Blickwinkel gefallen könnte, mit einem klaren Megatrend und einem sich etablierenden Wettbewerbsvorteil. Ein näherer Blick dürfte jedenfalls nicht schaden.

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Vincent besitzt Aktien von Axon Enterprise und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Axon Enterprise und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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