Warren Buffett redet sehr häufig von seinem Circle of Competence. Wir können auch auf Deutsch sagen: Kompetenzkreis. Wobei dieses Wort ziemlich deutsch klingt, weshalb ich persönlich lieber bei dem englischen Begriff bleibe.

Er rät Anlegern, diesen Circle of Competence bei jeder Investitionsentscheidung zu berücksichtigen. Und nicht zu verlassen, weil man ansonsten die Chancen und Risiken einer Investition nicht voll und ganz analysieren könne. Ein berechtigtes und für mich ziemlich sinnvolles Konzept.

Allerdings besteht die Möglichkeit, diesen Kompetenzkreis (wirklich, ich mag dieses Wort in unserer Sprache nicht so gerne) falsch zu verstehen. Schauen wir einmal, wie.

Warren Buffett und der Circle of Competence: Ein Zitat

Natürlich hat Warren Buffett auch ein passendes Zitat für den Circle of Competence parat. So sagte der Starinvestor einst:

Die entscheidende Sache ist nicht, wie groß der Circle of Competence ist. Nein, sondern entscheidend ist, dass man immer in ihm drin bleibt.

Was bedeutet dieses Zitat? Ganz einfach gesagt: Jeder hat zunächst einen solchen Kreis, in dem man sich selbst wohlfühlt und in dem man als Investor agieren kann. Bei dem einen ist er vielleicht größer. Ein ITler oder Biotech-Spezialist weiß mit Sicherheit mehr als ein Laie, der in erster Linie Verbraucher ist. Das ist natürlich entscheidend, was die Aktienauswahl angeht.

Aber die Quintessenz dieses Zitats ist: Der Circle of Competence ist wichtig bei der Investitionsentscheidung. Das Dabeibleiben besitzt einen wichtigen Charakter. So mancher Investor versucht jedoch, ihn konsequent zu erweitern. Genau das führt jedoch dazu, dass einige Investoren eher Aufwand dahinein investieren, neue Geschäftsbereiche zu verstehen. Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was sie kennen, um hier besonders gut zu werden.

Auf welcher Seite stehst du?

Der Circle of Competence ist eine entscheidende Basis für Investoren. Allerdings können wir das Konzept falsch verwenden. Entweder es geht uns darum, ein möglichst weitsichtiger Investor zu sein. Zugegebenermaßen klingt das in der Theorie gut. Trotzdem bleibt die Frage, wie viel Kompetenz man in der Breite wirklich qualitativ erwerben kann.

Oder man konzentriert sich als Anleger darauf, was man wirklich versteht. Dann sollte man eng in seinem Circle of Competence bleiben und hier die entscheidenden Investitionen eingehen. Falsch und richtig sind natürlich relative Begriffe. Warren Buffett ist jedoch eher ein Fan davon, diesen Kreis enger zu halten, anstatt ihn konsequent zu erweitern. Eben, weil er mehr die Qualität als die Quantität schätzt.

Der Artikel Warren Buffetts Circle of Competence: Falsch verstanden?! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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