Teamviewer (WKN: A2YN90)-Aktien konnten nach dem Börsengang 2019 zunächst von den Folgen der Coronavirus-Krise profitieren. Doch seit etwa einem Jahr sind sie bereits um mehr als 48 % gefallen. Allein heute betrug der Rückgang auf Xetra 14,27 % (08.07.2021).

Wir hatten uns schon relativ früh skeptisch zur Teamviewer-Aktie geäußert. Doch was sind die Gründe für den aktuellen Kursrückgang?

Teamviewer mit leicht schwächerem Ausblick

Teamviewer ist eine ausgesprochene Wachstumsaktie. Allein seit 2016 ist der Umsatz von 91,7 auf 455,6 Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis konnte von einst -58,8 auf zuletzt 103 Mio. Euro gesteigert werden. Zudem benötigt Teamviewer als Software-Anbieter nur wenig Sachinvestitionen, um weiter wachsen zu können. Genau aus diesem Grund könnte sich die Aktie langfristig sogar noch sehr positiv entwickeln.

Doch aktuell kommen zwei Punkte zusammen, die bei Wachstumsaktien meist zu stärkeren Rückgängen führen. Dazu zählen die hohe Bewertung und eine leicht sinkende Ergebnisprognose. So geht Teamviewer nun für das Gesamtjahr 2021 davon aus, nur noch das untere Ende der Billings- und Umsatzspanne erreichen zu können. Sie liegen entsprechend bei 585 bis 605 Mio. Euro beziehungsweise 525 bis 540 Mio. Euro. Die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge bleibt hingegen unverändert bei 49 bis 51 %.

Verfehlte Erwartungen im zweiten Quartal 2021

Teamviewer hat im zweiten Quartal 2021 seine fakturierten Umsätze (Billings) um etwa 15 % und währungsbereinigt um 18 % gesteigert, was unterhalb der eigenen Prognose von 20 % lag. Diese Abweichung zusammen mit der geringfügig niedrigeren Jahresprognose genügt, um Wachstumsaktien mit hoher Bewertung stärker fallen zu lassen. Bewertung und Wachstum passen in diesem Fall nicht mehr zusammen, weshalb der Markt meist überreagiert.

Die Umsatzerlöse erreichten im zweiten Quartal 2021 etwa 122,8 Mio. Euro und stiegen somit um 7,1 %. Das bereinigte EBITDA betrug 56,6 Mio. Euro und die EBITDA-Marge 47 %. Die Anzahl der Abonnenten stieg um 16,7 % auf 623.000.

Grund für das etwas schwächere Wachstum im zweiten Quartal 2021 sind die im Vorjahr aufgrund des Pandemie-Sondereffekts besonders hohen Ergebnisse. Teamviewer konnte zwar die meisten der im vergangenen Jahr gewonnenen Kunden halten, aber das Volumen der Vertragsverlängerungen fiel geringer aus als erwartet. Im Juni 2021 konnte Teamviewer bereits eine Besserung der Lage beobachten. Vertragsvolumina und Abschlüsse im Großkundensegment legten wieder stärker zu.

Wie es weitergehen könnte

Das schwächere zweiten Quartal 2021 und der leicht gesenkte Ausblick genügten für einen stärkeren Kursrückgang. In der zweiten Jahreshälfte 2021 rechnet Teamviewer allerdings wieder mit einer stärkeren Entwicklung.

Die Aktie ist in den letzten Monaten deutlich im Kurs zurückgekommen. Dennoch passen derzeit Bewertung und Wachstum immer noch nicht ganz zusammen, weshalb sie auch noch tiefer fallen könnte.

Der Artikel Warum die Teamviewer-Aktie heute 14,3 % gefallen ist ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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