DAX und S&P 500 vor eine Korrektur? Für einige Analysten oder Crash-Propheten ist das bereits ausgemachte Sache. Ein Mix aus hohen Bewertungen, der Inflation und womöglich steigenden Zinsen deutet auf ein volatiles Jahr 2022 hin. Ob es dazu kommt? Das wissen wir natürlich erst in der Retrospektive mit Sicherheit.

Viele Investoren fürchten vielleicht eine Korrektur. Vor allem, wenn es mit Aktien um 30 bis 50 % bergab gehen sollte, so wären viele Erfolge der jüngsten Tage wieder weg. Erschwerend käme hinzu, dass manche Aktien bereits gecrasht sind. Insbesondere Corona-Profiteure und besonders dynamische Wachstumsaktien zählen dazu.

Was erhalten wir jedoch, wenn es eine Korrektur gäbe? Und wenn DAX und S&P 500 um 30 bis 50 % einbrechen sollten? Für mich vor allem eines: Klarheit, wie man in dieser Phase langfristig-orientiert sein Geld investieren sollte.

DAX, S&P 500 & Co. brechen 30 % oder mehr ein: Alles ist günstig

Wenn der DAX, der S&P 500 oder kurzum der breite Markt jetzt noch in eine Korrektur- oder Crashphase eintreten sollte, so hätten wir eine besondere Ausgangslage. Ich würde sie so beschreiben: Alles oder zumindest vieles wäre plötzlich preiswert. Sowohl die Wachstumsaktien als auch die Qualitätsaktien. Aber auch die Indexschwergewichte, die die globalen Welt-Indizes zuletzt hochgehalten haben.

Im S&P 500 hat eine Vielzahl der Aktien zuletzt bereits ein 52-Wochen-Tief erreicht. Wenn dann die wenigen erfolgreichen und rekordhohen Indexschwergewichte noch nachgeben, so wäre das Bewertungsmaß in der Breite erneut preiswert. Das wäre ein stabiles Fundament, um an vielen Stellen Qualität zu einem günstigen Preis kaufen zu können. Egal ob bei ETFs, defensiven Dividendenaktien, Qualitätsaktien oder Wachstumsaktien: Discounts wären dann in der Breite möglich.

Insofern sollten wir als Investoren überlegen, ob eine Korrektur oder ein Crash in DAX und Co. vielleicht gar nicht so verkehrt wäre. Jedenfalls wäre die Marktlage dann nicht so schwierig, sondern eindeutiger. Eben preiswert im Querschnitt. Das kann wiederum das Fundament sein, um langfristig bessere Investitionsentscheidungen zu treffen. Vielleicht sogar mit einem höheren Einsatz, weil man sich in einer allgemein günstigeren Marktphase wieder mehr traut.

Alles hat seine zwei Seiten

DAX und S&P 500 können, aber müssen natürlich nicht korrigieren. Selbst wenn, dann muss der Einbruch nicht 30 oder sogar 50 % betragen. Niemand kann mit derartiger Präzision in die Zukunft schauen. Aber: Sich mit den Risiken auseinanderzusetzen, die es derzeit gibt, kann einem helfen, die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario zu beziffern.

Anders sind die Folgen zu bewerten. Wenn dann plötzlich alles moderat bis preiswert ist, so wäre das ein einfacheres Marktumfeld, um langfristig besonders erfolgversprechende Investitionsentscheidungen zu treffen. Damit zeigt sich erneut, dass jedes Szenario, wie üblich, seine zwei Seiten hat.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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