BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Corona-Impfung spricht die Bundesregierung immer wieder davon, dass spätestens im Sommer jedem ein "Impfangebot" gemacht werden soll. Das wirft Fragen auf. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte dazu in den ARD-"Tagesthemen", er habe den Begriff gewählt, weil es ihm darum gehe, dass die Impfung freiwillig sei. "Jeder der will, mit dem was wir heute wissen, soll im Sommer seine erste Impfung gesetzt bekommen haben." Ob es mit der zweiten Spritze noch im Sommer klappt, kommt dann darauf an, wie viele Wochen - je nach Impfstoff - dazwischen liegen müssen.

Mit "im Sommer" meint die Bundesregierung übrigens die Zeit bis zum kalendarischen Sommerende am 21. September, stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kürzlich klar.

Erstmals breiter aufgetaucht ist das Wort "Impfangebot" voriges Jahr Anfang Juni in Berichten über eine Umfrage zur Impfbereitschaft in der Bevölkerung. Wie das theoretische "Angebot" praktisch unterbreitet wird, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und auch je nach Kommune: Es werden Einladungs- und Informationsschreiben versandt, Bürger können online oder telefonisch einen Impftermin buchen, mancherorts gibt es Fahrdienste oder Buslinien für ältere Menschen zu den Impfzentren oder auch mobile Impfteams für Hausbesuche./jr/DP/mis