Welche Technologie wird sich eigentlich durchsetzen, Wasserstoff oder reine Elektroantriebe? Hier müssen wir sehr stark differenzieren, denn beide besitzen ihre Vor- und Nachteile. So könnte sich die Batterie in Alltagsautos und Wasserstoff bei vielen anderen Anwendungen behaupten. Deshalb ist es durchaus denkbar, dass sich beide Bereiche positiv entwickeln werden.

Unabhängig vom Verkehr werden vor allem für die Senkung des CO2-Ausstoßes in der Industrie enorme Mengen grüner Wasserstoff benötigt. Dabei kommen Elektrolyseure zum Einsatz, die beispielsweise von Nel (WKN: A0B733) oder ITM Power (WKN: A0B57L) gefertigt werden. So entstehen derzeit weltweit immer mehr Projekte zur Grüner-Wasserstoff-Produktion.

Die italienische Region Apulien möchte nun drei Anlagen bauen, um jährlich bis zu 300 Mio. Kubikmeter Wasserstoff zu produzieren. Er soll für die Industrie, den Verkehr und zur Gasnetzeinspeisung genutzt werden. Als Standorte wurden die Orte Taranto, Brindisi und Cerignola ausgewählt. Am Projekt beteiligen sich die Firmen Alboran, Saipem (WKN: A2DR8M), Edison (WKN: 164219) und Snam (WKN: 764545).

1. Nikola weiht Lkw-Werk ein

Um maximale Erlöse zu erzielen, hat Nikola (WKN: A2P4A9) vor seinem Börsengang mit seiner Selbstdarstellung stark übertrieben. Aus diesem Grund ist die Aktie zunächst stark gefallen. Doch das Start-up verfügt mit Iveco über einen starken Partner. Nun haben beide Firmen in Ulm ihr erstes Werk fertiggestellt. Hier wird zunächst der batterieelektrische Nikola Tre produziert. Erst Ende 2023 soll der Wasserstoff-Lkw Nikola Two in Serie gehen.

Beide Unternehmen sind sehr stolz, dass sie trotz aller Schwierigkeiten ihren Zeitplan einhalten konnten. An Aufträgen und Anfragen mangelt es nicht. So hat beispielsweise der Hamburger Hafen 25 Nikola Tre vorbestellt. 2022 werden in Ulm etwa 100 Nikola Tre produziert. Nach einem weiteren Ausbau können jährlich bis zu 3.000 Lkws vom Band laufen. Die meisten Lkws werden zunächst in die USA exportiert.

Nikola möchte darüber hinaus noch in diesem Jahr sein Coolidge-Werk (Arizona, USA) in Betrieb nehmen. Hier sollen später jährlich bis zu 35.000 Lkws produziert werden. Iveco will mit der Partnerschaft vor allem seine eigene CO2-Bilanz verbessern.

2. Plug Power baut sein europäisches Wasserstoff-Geschäft aus

Plug Power (WKN: A1JA81) kommt nach Nordrhein-Westfalen und möchte den Standort zum europäischen Hauptsitz ausbauen. Anfangs soll das 70.000 qm umfassende Gelände aus einem Innovationszentrum mit Entwicklungslabors, einem Überwachungs-, Diagnose- und technischem Unterstützungszentrum, einem Wasserstoffgenerator mit einer Elektrolyseur-Infrastruktur, einem Versand-, Erfinder- und Logistikzentrum sowie einem Schulungsraum bestehen.

„Die europäische Expansion kommt, da Plug Powers Kundenstamm im Ausland wächst, der ein zunehmendes Interesse an grüner Wasserstoffenergie besitzt“, so Plug Powers CEO Andy Marsh.

Der Artikel Wasserstoff: 2 gute News für die Nikola-Aktie und Plug Power-Aktie ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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