Eine Börsenerkenntnis der letzten Jahre ist, dass plötzlich auftretende Ereignisse neue und zukunftsweisende Technologien deutlich antreiben. So stiegen Elektroauto-Aktien wie Tesla (WKN: A1CX3T) und BYD (WKN: A0M4W9) ab März 2020 plötzlich sehr stark und aufgrund der Kriegsfolgen könnten nun erneuerbare Energien und grüner Wasserstoff von einem noch schnelleren Ausbau profitieren.

Auch international setzt sich der Aufbau der Wasserstoff-Produktion fort. Beratungsunternehmen schätzen das jährliche Umsatzpotenzial der Branche bis 2050 auf bis zu 2,5 Billionen US-Dollar. Zuletzt wurden drei neue Projekte bekannt.

1. Green Hydrogen International plant 60-GW-Wasserstoff-Betrieb

Green Hydrogen International (GHI) möchte in Texas (USA) das bisher weltgrößte Wasserstoff-Produktions- und Speicherzentrum bauen. Das Projekt namens Hydrogen City soll über Wind- und Sonnenenergie später bis zu 60 GW Leistung erbringen. Daraus ergäbe sich eine jährliche Produktion von 2,5 Mio. Tonnen grünen Wasserstoff.

Er wird im Salzstock Piedras Pintas in Duval County mit einer Kapazität von bis zu 6 TWh gespeichert, um eine gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten. Über Leitungen gelangt er nach Corpus Christi und Brownsville, wo er beispielsweise in Flugtreibstoff und grünen Ammoniak umgewandelt wird. Die Produkte sind auch für den Export vorgesehen. Das bestehende Leitungsnetz beliefert zudem direkt die texanischen Verbraucher mit Wasserstoff.

Bis 2026 ist zunächst der Aufbau einer zwei GW-Produktion und die Inbetriebnahme von zwei Speicherkavernen geplant. „Wir sehen Hydrogen City als eines der größten Wasserstoff-Produktionszentren der Welt, das viele verschiedene Kunden mit 100 % sauberem Kraftstoff versorgt“, so der GHI-Gründer und -CEO Brian Maxwell.

2. Ägypten baut Wasserstoff-Ammoniak-Anlage

Ägyptens General Authority for Suez Canal Economic Zone (SCZONE), der Sovereign Fund of Egypt, die Egyptian Electricity Transmission Company und die New and Renewable Energy Authority prüfen gemeinsam den Bau einer Wasserstoff-Ammoniakanlage. Sie soll in der SCZONE im Industriegebiet Ain Sokhna gebaut, mit erneuerbaren Energien betrieben und jährlich eine Mio. Tonnen Wasserstoff produzieren.

„Die SCZONE begrüßt die Gelegenheit, mit den angesehenen öffentlichen und privaten Einrichtungen zusammenzuarbeiten, die ihre Kräfte für die Entwicklung dieses Megaprojekts bündeln, und wir freuen uns, die Realisierung in den kommenden Monaten als ersten Schritt zur Einführung der grünen Ammoniak-Technologie und zur Schaffung eines Industriezentrums für grüne Kraftstoffe in der SCZONE zu begleiten“, so der SCZONE-Vorsitzende Yehia Zaki.

3. Petronas und ENEOS kooperieren

Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Vereinbarung zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie für ein Wasserstoffproduktions- und -umwandlungsprojekt in Kerteh, Terengganu (Malaysia). Der Wasserstoff wird in Methylcyclohexan gewandelt und nach Japan an ENEOS-Raffinerien exportiert und anschließend an die japanische Industrie geliefert.

Eine endgültige Investitionsentscheidung fällt 2023. Die Anlage soll bis 2027 eine Kapazität von jährlich bis zu 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff erreichen. Neben diesem untersuchen Petronas und ENEOS bereits die Machbarkeit weiterer Projekte.

Der Artikel Wasserstoff: 3 neue Großprojekte ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien bon BYD und Tesla.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst


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