Ölkonzerne wie BP (WKN: 850517) und Shell (WKN: A3C99G) investieren zunehmend in erneuerbare Energien und Wasserstoff-Projekte. So können sie einerseits ihren CO2-Ausstoß senken und andererseits auch zukünftig eine bedeutende Rolle bei der Energieversorgung einnehmen.

BP und Marubeni kooperieren

In Japan hat BP nun mit Marubeni (WKN: 860414) eine Kooperation geschlossen. Zusammen wollen sie Offshore-Wind- und Wasserstoff-Projekte realisieren. Der britische Ölkonzern erwirbt 49 % der Windprojekt-Anteile. Beide Unternehmen streben in Japan zukünftig eine führende Position bei der Offshore-Winderzeugung an. Japan will bis 2030 Offshore-Windkapazitäten von 10 GW und bis 2040 von 30 bis 45 GW aufbauen.

„Durch die Kombination unserer internationalen Energieexpertise und technischen Fähigkeiten mit Marubenis Erfolgsbilanz in der Wind- und Energieentwicklung und erstklassigen regionalen Beziehungen können wir gemeinsam wichtige neue saubere Energieressourcen für Japan und Asien entwickeln. Wir wollen das Offshore-Windportfolio von BP weiter ausbauen – und wir können es kaum erwarten, mit Marubeni in Japan zu arbeiten“, so BPs Leiterin des Geschäftsbereichs Gas & Low Carbon Energy Anja-Isabel Dotzenrath.

RWE und OGE investieren 3,5 Mrd. Euro in Wasserstoff-Projekte

Infolge des Russland-Konfliktes fließen zukünftig noch mehr Mittel in Wasserstoff-Projekte. RWE (WKN: 703712) und OGE (Open Grid Europe) haben ein neues Konzept (H2ercules) vorgestellt, das bis 2030 eine zusätzliche Elektrolyseur-Kapazität von 1 GW und Leitungen im Umfang von 1.500 km vorsieht. So möchte Deutschland die Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren. Die Investitionskosten liegen bei 3,5 Mrd. Euro.

„Um die Klimaziele zu erreichen, braucht die Industrie große Mengen an grünem Wasserstoff – und das so schnell wie möglich. RWE plant daher, bis 2030 zusätzliche Elektrolyseur-Kapazitäten in den Küstenregionen Nordwestdeutschlands zu errichten. Der dort produzierte grüne Wasserstoff soll dann aus dem Norden zu den Stahlwerken, Chemieanlagen und Raffinerien im Ruhrgebiet und in Süddeutschland transportiert werden. Gemeinsam mit OGE stellen wir uns dieser Herausforderung und planen den Bau des ersten Wasserstoff-Schnellweges in Deutschland“, so RWEs CEO Markus Krebber.

ITM Power und Vitol gründen Wasserstoff-Tankstellen-Joint-Venture

ITM Power (WKN: A0B57L) gibt 50 % seiner ITM-Motive-Anteile an Vitol Holdings ab. So entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen, das den Ausbau des britischen Wasserstoff-Tanknetzes vorantreibt. Bisher gehörte ITM Motive als Tochter vollständig zu ITM Power. Vitol und ITM Power investieren jeweils 30 Mio. Britische Pfund. ITM Power unterstützt ITM Motive mit Elektrolyseanlagen, die eine Leistung von bis zu 240 MW besitzen.

„Die Gründung eines Joint Ventures zwischen ITM Power und Vitol bringt einen weiteren wertvollen strategischen Partner in die Gruppe. Die Größe und Marktreichweite von Vitol in Verbindung mit unserer Expertise wird Motive den Weg zu einem viel größeren und wertvolleren Unternehmen ebnen, das zu gegebener Zeit mehrere Optionen zur Wertsteigerung für unsere Aktionäre bietet“, so ITM Powers CEO Graham Cooley.

Der Artikel Wasserstoff: 3 News zur BP-Aktie, RWE-Aktie und ITM Power-Aktie ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst


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