Viele Wasserstoff-Firmen sind noch klein und unprofitabel. Doch es gibt auch zunehmend mehr Großkonzerne, die in den Sektor investieren und so am Wachstum teilhaben. Einer davon ist Gaztransport et Technigaz (WKN: A1XEHR), der den Elektrolyseurhersteller Elogen übernommen hat.

Elogen mit Wasserstoff-Elektrolyseur-Auftrag

Elogen hat nun wiederum von Symbio einen Auftrag für einen 2,5-Megawatt-Elektrolyseur erhalten. Symbio ist ein Joint Venture zwischen Faurecia (WKN: 867025) und Michelin (WKN: A3DL84), das unter anderem Brennstoffzellen produziert.

Symbio möchte zukünftig in Saint-Fons in der Nähe von Lyon eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fabrik mit einer Jahreskapazität von 50.000 Einheiten bauen. Dafür benötigt das Unternehmen einen Elektrolyseur, um täglich etwa eine Tonne grünen Wasserstoff produzieren zu können. Elogen liefert ihn im vierten Quartal 2023.

ZeroAvia sammelt weitere 30 Mio. US-Dollar ein

ZeroAvia will ab 2024 Wasserstoff-Flugzeuge auf den Markt bringen. Doch ohne finanzielle Unterstützung käme das kleine Unternehmen nicht sehr weit. Doch viele Airlines haben großes Interesse an der Technologie und beteiligen sich deshalb.

Zuletzt hat ZeroAvia bei Investoren wie der International Airlines Group 30 Mio. US-Dollar eingesammelt. Das Unternehmen investiert die neuen Gelder in die Entwicklung der ersten Wasserstoff-Flugzeuge und in den Aufbau einer Test-Infrastruktur an verschiedenen Flughäfen.

Die ersten Flugzeuge besitzen einen 600-kW-Antrieb und können mit neun bis neunzehn Sitzen etwa 482 km weit fliegen. Anschließend arbeitet das Unternehmen an einer Version mit 2 bis 5 Megawatt, 40 bis 80 Sitzen und 1.127 km Reichweite. Sie soll bis 2026 auf den Markt kommen.

Rolls-Royce und Hyundai Motor kooperieren

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce (WKN: A1H81L) und Hyundai Motor (WKN: 885166) haben auf der Luftfahrtmesse Farnborough in Großbritannien eine Absichtserklärung geschlossen. Gemeinsam streben sie bei vollelektrischen Antrieben und Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologien für den Advanced Air-Mobility-Markt eine führende Position an.

Dabei bringt Rolls-Royce sein Wissen in den Bereichen Luftfahrt und Antriebe mit ein, während Hyundai Motor sein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Know-how zur Verfügung stellt. Zu den strategischen Zielen gehört unter anderem die Bereitstellung eines gemeinsamen Demonstrationsflugzeugs mit Brennstoffzellenantrieb bis 2025.

EasyJet und Rolls-Royce arbeiten an Wasserstoff-Antrieben

Die britische Fluggesellschaft EasyJet (WKN: A1JTC1) und Rolls-Royce haben eine neue Partnerschaft mit dem Namen H2Zero vorgestellt. Gemeinsam möchten sie Wasserstoff-Antriebe entwickeln, die bei verschiedenen Flugzeug-Typen zum Einsatz kommen können. Darunter unter anderem Modelle für die Kurz- und Mittelstrecke.

Rolls-Royce bringt sein Wissen der Bereiche Triebwerksentwicklung und Verbrennungssysteme ein, während EasyJet seine Erfahrungen aus dem operativen Bereich zur Verfügung stellt und in das Testprogramm investiert.

Thyssenkrupp erhält Elektrolyseur-Auftrag

Das Chemieunternehmen Unigel möchte in Brasilien für etwa 120 Mio. US-Dollar eine grüne Wasserstoff-Anlage bauen. Sie soll bis 2023 den Betrieb aufnehmen. Dafür erwirbt es von Thyssenkrupp (WKN: 750000) Nucera drei Elektrolyseure mit einer Gesamtkapazität von 60 Megawatt. Unigel will später jährlich bis zu 40.000 Tonnen grünen Wasserstoff und 240.000 Tonnen grünen Ammoniak produzieren.

Der Artikel Wasserstoff: 5 News zur Gaztransport-Aktie, ZeroAvia, Rolls-Royce-Aktie und Thyssenkrupp-Aktie ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt Gaztransport et Technigaz-Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (TMFcwelzel)


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