(Im dritten Absatz wird klargestellt, dass das Rekordhoch im Februar erreicht wurde.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Erneut optimistischere Jahresziele haben am Dienstag den Papieren des Labordienstleisters und Pharmazulieferers Sartorius sowie jenen der Tochter Stedim Biotech Auftrieb gegeben. Analysten zeigten sich ein weiteres Mal beeindruckt von den Quartalszahlen sowie vom Ausmaß der Zielaufstockungen.

Die im MDax notierten Sartorius-Vorzugsaktien sprangen um bis zu 4,5 Prozent auf 470 Euro an. Damit schafften sie es bis an den Korrekturtrend seit dem Rekordhoch Mitte Februar heran, der aktuell aber weiter Bestand hat. Zuletzt lagen die Papiere noch 2,5 Prozent im Plus.

Seit Ende Juni setzten sie sich zunehmend weiter von den 50- und 90-Tagelinien nach oben hin ab, die charttechnisch den mittelfristigen Trend signalisieren. Nun richten sich die Blicke auf im Februar erreichte Rekordhoch von 502 Euro.

Noch etwas besser sieht es für die Papiere der französischen Stedim Biotech aus, die an der Euronext über 5 Prozent auf 414,50 Euro zulegten. Sie sind damit bereits auf Kurs zurück zum Höchststand von Mitte Februar bei gut 420 Euro.

Analysten äußerten sich sehr positiv zu den vorläufigen Quartalszahlen der beiden Unternehmen und den Zielen. Analyst Scott Bardo von der Berenberg Bank sprach sowohl mit Blick auf Sartorius als auch auf Stedim von einer erneut "beeindruckenden Geschäftsentwicklung". Beide seien bemerkenswerte Wachstumsunternehmen. Das bereinigte operative Quartalsergebnis (Ebitda) von Sartorius habe um 19 Prozent über der Konsensschätzung gelegen.

JPMorgan-Analyst Richard Vosser sowie Michael Heider von Warburg Research hoben hervor, dass Sartorius seine Ziele nun bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben hat. Und dies zudem deutlicher als bereits erwartet worden sei, merkte Heider an.

Und Oliver Reinberg von Kepler Cheuvreux, der von einer ähnlich starken Umsatzdynamik im zweiten Quartal wie zuvor im ersten sprach, sieht ebenso wie die anderen Experten nun starke Chancen steigender Markterwartungen für den Umsatz und das Ebitda 2021. Seine Einstufung bleibt aber wie die von Bardo zurückhaltend, während die große Mehrzahl der Analysten die Sartorius-Vorzugsaktien zum Kauf empfiehlt.

Für Stedim Biotech ist Bardo mit seiner Kaufempfehlung optimistischer und liegt damit im Einklang mit dem klaren Mehrheitsvotum./ck/ag/mis

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