(Im letzten Absatz wurden Angaben zur Aufforstung präzisiert.)

POTSDAM/GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Brandenburg will die vorzeitigen Rodungen auf dem Tesla <US88160R1014>-Gelände in Grünheide (Oder-Spree) zunächst nicht stoppen. Dafür sehe man derzeit weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit, sagte Landesgeschäftsführer Axel Kruschat am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Tesla hatte am Donnerstag mit den Waldrodungen begonnen. Dafür hatte das Umweltministerium dem US-Konzern die vorzeitige Erlaubnis gegeben. Das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren läuft noch.

Für die Rodungen gehe man von einem Zeitraum von etwa zwei Wochen bis Ende Februar aus, sagte Brandenburgs stellvertretender Regierungssprecher, Simon Zunk, am Freitag der dpa.

Der BUND prüft nach eigenen Angaben die Unterlagen zur vorzeitigen Zulassung für die Rodung noch. Kruschat gab zu Bedenken, dass sich die Arbeiten durch Verzögerungen bei einem möglichen Rodungsstopp wohl in die Vegetationszeit ziehen würden. Wenn Tesla seine Arbeiten ungehindert abschließen könne, könnten die Rodungen noch außerhalb der Vegetationszeit abgeschlossen werden.

Das Ministerium machte deutlich, dass Tesla "auf eigenes Risiko" mit den Arbeiten starten dürfe. Sollte die Genehmigung für das Vorhaben doch nicht erteilt werden können, müsste der Investor nach Angaben des Ministeriums Wald angemessen aufforsten. Zudem gelten laut Ministerium zahlreiche Auflagen zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung für die Zeit während der Arbeiten./csp/DP/jha