(Ribera rpt Ribera, nicht Ribero)

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Umweltminister mehrerer EU-Staaten haben die gemeinsamen Klimaziele als Lösung gegen die stark ansteigenden Energiepreise verteidigt. "Erneuerbare Energien und der beherzte Ausbau dieser Energien machen uns unabhängiger von Importen von fossilen Energieträgern und sind deshalb die Lösung des Problems", sagte Umweltministerin Svenja Schulze vor einem Ministertreffen in Luxemburg. "Wir müssen Sonne und Windenergie zu unseren Haupt-Energieformen machen", sagte Schulze. Deutschland habe gezeigt, dass man den Preis von Kohlenstoffdioxid (CO2) sozial gestalten könne.

"Wir wollen nicht, dass jemand diese Situation nutzt, um unseren großen Einsatz für den Wandel zu erneuerbaren Energien und der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil", sagte die spanische Umweltministerin Teresa Ribera. Energiepreise - besonders der Gaspreis - sind seit Anfang des Jahres rasant angestiegen. Verbraucher bekommen das bereits durch höhere Storm- und Heizkosten zu spüren. Einige Mitgliedstaaten wie Polen oder Ungarn haben unter anderem den steigenden CO2-Preis im Emissionshandel für den Trend verantwortlich gemacht. Im Emissionshandelssystem der EU müssen etwa Stromanbieter für den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 zahlen.

Die Minister wollen bei ihrem Treffen neben den Energiepreisen auch das "Fit for 55" Klimapaket der Kommission besprechen. Es enthält Gesetzesvorschläge, die dafür sorgen sollen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird. Ziel ist, Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu reduzieren./dub/DP/ngu