(Klargestellt wird im dritten Absatz, letzter Satz, der Monat der Aufhebung: November rpt November)

TOULOUSE (dpa-AFX) - Der Flugzeugbauer Airbus hat trotz der Corona-Krise im November laut Insidern 64 neue Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Damit befinde sich das Unternehmen auf Kurs zu seinem internen Ziel, in diesem Jahr rund 530 neue Maschinen an seine Kunden zu übergeben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Ein Airbus-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Der Konzern will nach Börsenschluss seine Bestell- und Auslieferungszahlen für November veröffentlichen. Ein offizielles Auslieferungsziel für das laufende Jahr soll es aber nicht geben. Ursprünglich wollte Airbus in diesem Jahr etwa 880 Passagier- und Frachtflugzeuge ausliefern. Nachdem das Geschäft der Luftfahrtbranche infolge der Pandemie im Frühjahr eingebrochen war, hatte das Management dieses Ziel jedoch gestrichen.

Nachdem die Auslieferungszahlen im Frühling stark zurückgingen, konnte Airbus seit dem Sommer wieder ein Stück zulegen. In den ersten zehn Monaten lieferte der Hersteller 413 Maschinen aus, davon allein 72 im Oktober. Konkurrent Boeing aus den USA kam in den ersten zehn Monaten nur auf 111 ausgelieferte Maschinen, auch weil er seinen meistbestellten Typ Modell 737 Max wegen des nach zwei Abstürzen seit März 2019 verhängten Startverbots nicht an Kunden übergeben durfte. Erst im November hob die US-Luftfahrtbehörde das Verbot auf.

Obwohl viele Fluggesellschaften wegen des Geschäftseinbruchs ums Überleben kämpfen, konnte Airbus Stornierungen bisher weitgehend vermeiden. Die meisten Airlines wollen ihre Flugzeuge bisher lediglich später abnehmen. Seit Beginn der Krise bis Ende Oktober kassierte der Hersteller lediglich Stornierungen über sieben Flugzeuge. Frühere Abbestellungen von 66 Maschinen aus dem ersten Quartal hatten laut Airbus nichts mit der Corona-Krise zu tun.

Branchenvertreter erwarten, dass der weltweite Luftverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau von 2019 erreicht. Die Führungsspitzen von Boeing und Airbus haben die Flugzeugproduktion deshalb deutlich zurückgefahren und den Abbau zigtausender Jobs angekündigt./stw/eas/mis