(In der Überschrift wurden die Jahreszahlen korrigiert: 2021 und 2022)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Lufthansa könnte sich noch im laufenden Jahr mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung frisches Geld besorgen. Wenn die Anteilseigner dem Plan bei der Hauptversammlung im Mai zustimmen, "müssen wir uns überlegen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist", sagte Finanzchef Remco Steenbergen am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. "Es kann dieses Jahr, aber auch nächstes Jahr sein." Der Manager ließ offen, wie viel Geld der Konzern dann tatsächlich mit der Ausgabe neuer Aktien hereinholen will. Es werde aber weniger sein als der Rahmen von 5,5 Milliarden Euro, der bei dem Aktionärstreffen zur Abstimmung steht.

Die Lufthansa hatte bereits Anfang April bei der Einladung zur Hauptversammlung hervorgehoben, dass über eine solche Kapitalerhöhung und deren Höhe noch nicht entschieden sei. Die beantragte Summe ergebe sich rein rechnerisch aus der Höhe der Stillen Einlagen I und II, die der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) dem Konzern zur Verfügung gestellt habe. Dabei hat die Lufthansa die größere der Stillen Einlagen, die sich auf 4,5 Milliarden Euro belaufen würde, noch nicht in Anspruch genommen. Allerdings ist die Corona-Pandemie und damit die schwerste Krise in der Geschichte der Luftfahrtbranche noch nicht zu Ende./stw/jha/