(Formulierung im zweiten Satz präzisiert: Gesamtmittel)

GLASGOW (dpa-AFX) - Der deutsche Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth wirbt für eine Aufstockung der internationalen Finanzhilfen, die ärmeren Ländern zur Anpassung an Folgen des Klimawandels zur Verfügung stehen. Aus den aktuell von den Industriestaaten pro Jahr zugesagten Gesamtmitteln müssten etwa 50 Prozent in Anpassungsmaßnahmen fließen, sagte Flasbarth am Montag bei der Weltklimakonferenz in Glasgow. Bislang seien es nur 25 Prozent.

Es herrsche also keine Balance zwischen den Mitteln, die für den Klimaschutz an sich bereitstehen und jenen, die in die Anpassung an Folgen wie Hitzewellen oder Überflutungen fließen. "Ich war nie besonders gut in Mathe, aber das ist von Balance ziemlich weit entfernt", sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Ein solches Gleichgewicht gehört zu den zentralen Forderungen von Umweltverbänden und Vertretern ärmerer Länder.

Ursprünglich hatten sich die Industriestaaten vorgenommen, bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz und Klimaanpassung in ärmeren Staaten bereitzustellen. Nun soll das Ziel nach Angaben der Geberländer 2023 erreicht sein. Es umfasst sowohl Mittel, die Staaten aus ihren Haushalten bereitstellen, als auch private Investitionen. Flasbarth erklärte, die 50-Prozent-Marke sei aus öffentlichen Mitteln realistisch zu erreichen. Bei privatwirtschaftlichen Quellen sei dies "in dem Umfang nicht vorherzusehen"./faa/DP/jha