BONN (dpa-AFX) - Die durchschnittliche Dauer von Stromausfällen in Deutschland ist im vergangenen Jahr gesunken. Rein rechnerisch war jeder Anschluss knapp 14 Minuten von der Stromversorgung abgeschnitten, gut eine Minute kürzer als 2017. Das teilte die Bundesnetzagentur am Freitag mit. Unter anderem hatte es weniger Stromausfälle durch Stürme und andere Wetterereignisse als im Vorjahr gegeben.

Die Stromversorgung in Deutschland sei sehr zuverlässig, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. "Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität."

Der Netzagentur waren im vergangenen Jahr 167 400 Stromausfälle in der Nieder- und Mittelspannung gemeldet worden. Das ist der zweitgeringste Wert seit Beginn der Erhebungen. Nur 2017 waren es mit 166 560 gemeldeten Versorgungsunterbrechungen noch weniger. Die Netzbetreiber müssen alle Stromausfälle melden, die länger als drei Minuten dauern./hff/DP/fba