Die Gamestop-Aktie (WKN: A0HGDX) kratzt wieder an der 100-Euro-Marke. Auf Sicht von einer Woche steht die Achterbahnfahrt des Jahres mit 155 % im Plus (Stand für diese und alle weiteren Zahlen: 26.02.2021).

Ende Januar wurde die Aktie für kurze Zeit für bis zu 350 Euro pro Stück gehandelt. Zwischenzeitlich waren es dann nur noch 50 Euro.

Die Geschichte hinter der Gamestop-Aktie ist hinlänglich bekannt. Aktivistische Kleinanleger verabredeten sich in einem Online-Forum, um übereifrige Leerverkäufer aus der Aktie zu jagen.

An dem darauffolgenden Kurssprung dürften einige gut verdient haben. Widerstand lohnt sich! Oder etwa doch nicht?

Reich durch Widerstand

Es ist eine fabelhafte Geschichte. David gegen Goliath. Kleinanleger gegen Wallstreet.

Mit der Robinhood-App in der einen Hand und dem Online-Forum in der anderen zieht man in die Schlacht. Gegen die Mächte des Bösen. Gegen die Unterdrücker der unschuldigen Gamestop-Aktie.

Das Böse besiegen und dabei auch noch reich werden. Eine Strategie, die einleuchtet und motiviert.

Oder etwa doch nicht? Wer die Gamestop-Aktie aus purem Aktivismus kauft, hat aus meiner Sicht eine wichtige Sache nicht verstanden.

Diese Börsenweisheit lernen Investoren besser spät als nie

Ja, einige Akteure an der Wallstreet haben es mit den Leerverkäufen definitiv übertrieben. Taktiken wie das mehrfache Verleihen von Aktien sollten völlig zu Recht nach hinten losgehen.

Widerstand kann sich lohnen. Doch ein paar Monate sind nichts im Leben einer Aktie. Wo steht die Gamestop-Aktie in einem Jahr oder gar in fünf Jahren?

In letzter Konsequenz muss das Geschäftsmodell liefern. Gegen die kalte Realität hilft auch der beste Widerstand nicht.

Der Kampfgeist ist löblich. Doch wer mit Aktien langfristig erfolgreich sein will, kann sich die Energie sparen.

Widerstand mag kurzfristig funktionieren. Doch langfristig schwimmen Investoren am besten mit dem Strom.

Das ist eine Weisheit, die erst mit den Jahren kommt. Es sei den jungen Aktivisten verziehen.

Die Gamestop-Aktie passt nicht mehr in die Zeit

Manche Aktien passen einfach nicht mehr in die Zeit. Unglaublich, aber wahr: Die Karstadt-Aktie war mal DAX-Mitglied.

Eisenbahn, Automobil, Mikrochip, Internet: Jede Epoche hat ihre Aktien.

Welche Rolle wird die Gamestop-Aktie in Zukunft spielen? Mit dem quietschbunten Spieleladen verbinden viele Investoren sicher schöne Erinnerungen.

Doch Gaming-Riese Electronic Arts macht mittlerweile beinahe 80 % vom Umsatz mit rein digitalen Verkäufen. Ich sehe mich selbst auch nie wieder in einem stationären Geschäft nach Videospielen suchen.

Das kann man gut oder schlecht finden. Man kann sich sogar aktiv gegen diesen Trend stemmen und absichtlich öfter im stationären Geschäft einkaufen.

Doch manchmal drehen sich eben größere Räder, die man nicht aufhalten kann. Widerstand ist zwecklos. Vor allem dann, wenn man mit Aktien reich werden will.

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Ist das die „nächste Netflix“ (und ein Corona-Gewinner)?

Wegen Corona-Isolation nimmt zurzeit ein Trend doppelt an Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming. Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen. Wir möchten dir gerne alle Einzelheiten über dieses Unternehmen an die Hand geben.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Electronic Arts.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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