Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas hat am Sonntag sein Zahlenwerk für das erste Quartal 2022 vorgelegt. Eine Gewinnwarnung und schlechte Zahlen lassen die Aktie einbrechen.

Wegen steigender Rohstoffpreise und des Ukraine-Krieges hat Vestas seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die operative Marge vor Sonderposten soll für 2022 zwischen minus fünf und null Prozent liegen. Zuvor waren die Dänen von einer Gewinnmarge zwischen null und vier Prozent ausgegangen.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 wurde um rund eine halbe Milliarde Euro gesenkt: Statt eines Erlöses zwischen 15 und 16,5 Milliarden Euro rechnet Vestas nur noch mit 14,5 bis 16 Milliarden Euro.

Die Vestas-Aktie brach an der Börse daraufhin zeitweise um bis zu acht Prozent ein:

Im ersten Quartal 2022 lag der Umsatz von Vestas bei 2,485 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies zwar einem Anstieg von 27 Prozent. Allerdings kämpft Vestas mit steigenden Rohstoffpreisen: Der Betriebsverlust stieg im ersten Vierteljahr auf 329 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich mit 91 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust bei 78 Millionen Euro gelegen.

Derzeit empfehlen Goldman Sachs, die Berenberg Bank, Bernstein Research, Kepler Cheuvreux und die UBS den Kauf der Vestas Aktie. Zwei Analysten empfehlen den Verkauf: JPMorgan und Jefferies. Die Deutsche Bank rät zum Halten der Aktie.

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion.


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