Suse (WKN: SUSE5A) hat vor wenigen Tagen einen erfolgreichen Start aufs Parkett gelegt. Zwar hat sich der Kurs mit aktuell 30,01 Euro (Stand: 02.06.2021) nur unwesentlich vom Ausgabepreis von 30,00 Euro entfernt. Aber langfristig könnte hier ein weiterer Softwaregigant, ähnlich der SAP (WKN: 716460) heranwachsen.

Suse wächst kräftig

Allein im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um satte 81 % auf fast 450 Mio. Euro gesteigert werden. Nach Steuern blieb zwar ein Verlust von knapp 50 Mio. Euro übrig, aber so schlimm, wie es aussieht, ist das gar nicht. Der Verlust wurde hauptsächlich durch hohe Abschreibungen verursacht. Betrachtet man dagegen den Cashflow, also das, was letztendlich tatsächlich auf dem Konto landet, sieht die Situation schon ganz anders aus. Denn insgesamt sind trotz der Verluste fast 80 Mio. Euro auf den Konten gelandet.

Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass Suse zwar immaterielle Vermögensgegenstände abschreiben musste, aber nur wenig Geld investieren musste, da keine teuren Maschinen oder Ähnliches angeschafft werden müssen.

Schulden lasten auf der Bilanz

Der ordentliche Cashflow kommt Suse aber sehr gelegen. Denn im vergangenen Jahr hat Suse eine milliardenschwere Übernahme durchgezogen, die dazu geführt hat, dass Ende Januar noch mehr als 1 Mrd. Euro Schulden auf der Bilanz lasteten.

Das mit dem Börsengang eingenommene Geld wird deshalb dazu verwendet einen Teil der Schulden zurückzuzahlen und damit die Zinskosten zu senken. Im vergangenen Geschäftsjahr mussten allein 61 Mio. Euro für Zinszahlungen aufgewendet werden. Sobald ein Teil der Schulden beglichen ist, wird sofort auch der Verlust drastisch sinken.

Dank des hohen Cashflows wäre Suse zwar in der Lage, die Schulden aus eigener Kraft zu begleichen. Aber mithilfe des durch den Börsengang eingenommenen Kapitals kann der Prozess drastisch beschleunigt werden. Wenn die Verschuldung sinkt, bietet das neben dem offensichtlichen Vorteil, dass das Risiko sinkt, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, auch noch Flexibilität für weitere sinnvolle Zukäufe.

Wächst hier ein neuer Softwaregigant heran?

Sobald die Verschuldung gesenkt wurde, könnte Suse schon in Kürze erste Gewinne aus dem Hut zaubern, was der Bewertung auf die Sprünge helfen könnte. Beim aktuellen Kurs wird Suse an der Börse zwar schon mit 5,0 Mrd. Euro bewertet, aber angesichts des Wachstums, das der Konzern an den Tag legt, könnte hier noch einiges passieren.

Zugegeben, um einem Giganten wie SAP nahe zu kommen, muss Suse noch viele Jahre weiter wachsen. Immerhin hat SAP allein im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als 27 Mrd. Euro erzielt. Auch was den Gewinn betrifft, spielt SAP noch in einer ganz anderen Klasse. Mehr als 5 Mrd. Euro sind im letzten Geschäftsjahr nach Steuern übrig geblieben.

Falls Suse es aber schaffen sollte, das aktuelle Wachstumstempo noch ein paar Jahre zu halten, könnte hier schon in Kürze ein neuer Softwaregigant heranwachsen.

Der Artikel Wird die SUSE-Aktie der neue Technologie-Star? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Ist diese Aktie das „nächste Netflix“ (und ein Corona-Gewinner)?

Wegen Corona-Isolation nimmt zurzeit ein Trend doppelt an Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming.

Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen ist in den Augen unserer Analysten eine Top-Gaming-Empfehlung, und könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen. In unserem Bericht möchten wir dir gerne alle Einzelheiten über diese Top-Empfehlung an die Hand geben.

Klick hier, um den Bericht herunterzuladen – und wir verraten dir den Namen dieser Top-Empfehlung … komplett kostenfrei!

Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Aktien von SAP.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Jetzt den vollständigen Artikel lesen