(Hinweis: Dieser Artikel wurde vor den turbulenten Ereignissen des 18. Juni 2020 geschrieben.)

  • Razzia in der Firmenzentrale
  • Neue Kooperation mit Wildberries
  • Zusammenarbeit mit Stocard

Der Ausbruch des Coronavirus brachte für die meisten Unternehmen nur Nachteile. Über viele Wochen standen die Betriebe still und die Geschäfte waren geschlossen. Und selbst jetzt, wo alle wieder geöffnet haben, trauen sich nur wenige Kunden in die Läden. Dies wird wohl noch lange Zeit der Fall sein, bis endlich ein wirksames Mittel oder ein Impfstoff auf den Markt kommt.

Doch es gibt auch Wirtschaftsbereiche, denen genau dieser Umstand noch mehr Umsatz beschert. Bestimmte Entwicklungen werden noch stärker befeuert. So kaufen noch mehr Menschen über das Internet ein, wovon Amazon (WKN: 906866) oder Ebay (WKN: 916529) profitieren. Zudem bezahlen immer mehr Menschen aus hygienischen Gründen bargeldlos. Davon wiederum profitieren Zahlungsdienstleister wie PayPal (WKN: A14R7U) oder auch Wirecard (WKN: 747206).

Der DAX-Konzern verfügt über ein sehr gutes Geschäftsmodell, zählt viele namhafte Kunden, bringt sich aber immer wieder selber in Schwierigkeiten, wie die folgende Meldung belegt.

1. Razzia in der Firmenzentrale

Richtig unruhig wurde es bei Wirecard nach der Veröffentlichung des KPMG-Sonderberichts, der eigentlich für eine Klärung aller Vorwürfe und eine Kursberuhigung sorgen sollte. Vor der Veröffentlichung hatte Wirecard in zwei Pflichtmitteilungen seine Anleger darüber unterrichtet, dass keine Belege für eine Bilanzmanipulation gefunden wurden.

Wie wir nun aber wissen, gibt es schon große Zweifel an den Abschlüssen der Jahre 2016 bis 2018. Daraufhin leitete die BaFin Untersuchungen ein, die genau wissen möchte, ob sich die Wirecard-Vorstände immer richtig verhalten haben. Sie fand erste Hinweise auf ein Fehlverhalten, weshalb sie Anzeige erstattete, woraufhin wiederum eine Durchsuchung in der Firmenzentrale eingeleitet wurde.

Sollte es zu einem Schuldspruch kommen, ist es gut möglich, dass der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Braun doch noch zurücktreten muss. Hauptgrund für viele Schwierigkeiten sind wahrscheinlich die Drittpartner Wirecards, bei denen der Konzern selbst keinen Einfluss auf die Transparenz hat. Als Konsequenz soll dieser Bereich nun nach und nach durch Eigenlizenzen ersetzt werden.

Davon abgesehen, läuft es operativ weiterhin sehr gut bei Wirecard, wie die folgenden Meldungen zeigen.

1. Neue Kooperation mit Wildberries

Wildberries ist Russlands größter Onlinehändler, der mittlerweile auch international nach Polen, Slowakei, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Armenien expandiert. Im letzten Jahr (2019) erzielte er 3,1 Mrd. Euro Umsatz, was gegenüber 2018 eine Steigerung um 94 % entsprach.

Dieses bedeutende Unternehmen konnte Wirecard nun als Kunden gewinnen. Für Wildberries polnische und später weitere europäische Webseiten wird der DAX-Konzern zukünftig Zahlungen abwickeln. Der Onlinehändler kann so mehr Kunden gewinnen und Wirecard verdient am großen und stark wachsenden Volumen, das tagtäglich abgewickelt wird.

Wirecard bietet mehr als 200 Zahlungslösungen und ermöglicht so sehr vielen Menschen den Einkauf über Onlinehandels-Plattformen. Für den Konzern ist dies ein weiterer operativer Erfolg.

2. Zusammenarbeit mit Stocard

Stocard ermöglicht es seinen Nutzern, alle Kundenkarten auf dem Smartphone zu speichern, was die Verwaltung vereinfacht. Mittlerweile nutzen über 50 Mio. Kunden Stocards Angebot. Bestehende Kundenkarten können einfach eingescannt werden.

Über eine Kooperation mit Wirecard können nun zunächst nur die britischen App-Nutzer über eine virtuelle von Wirecard ausgegebene Mastercard kontakt- und bargeldlos bezahlen. Bis Jahresende 2020 soll dies auch für alle weiteren europäischen Nutzer möglich sein.

Zudem können Stocard-Nutzer dank Wirecard ihre eigenen Kreditkarten hinzufügen und damit zahlen. Gerade in der aktuellen Zeit, wo viele Menschen gerne bargeldlos bezahlen, ist dies eine positive Nachricht für Wirecard.

The post Wirecard-Aktie: 2 positive und 1 negative Nachricht für den Konzern und wie er von den Coronaumständen profitiert appeared first on The Motley Fool Deutschland.

So handelt man im Falle eines Markt-Crashs

Das Coronavirus beschäftigt die ganze Welt, und auch die Börsen. Lieferketten werden unterbrochen, Reisen abgesagt und Konsum verschoben. Das wird nicht einfach für die Wirtschaft. Dabei war Deutschlands Wirtschaft bereits vor dem Coronavirus nicht stark.

Es ist sehr schwer, vorherzusagen, wie empfindlich die Börsen auf anhaltende wirtschaftliche Schwäche reagieren. Man kann sich einige unschöne Szenarien vorstellen.

Natürlich ist es nie erfreulich, wenn das eigene Portfolio an Wert verliert, aber wenn man einige Dinge beachtet, kann man auch mit schwierigen Börsenphasen gut umgehen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und PayPal Holdings und empfiehlt eBay. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 20211 $18 Call auf eBay, Short January 2021 $37 Call auf eBay, Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Long January 2022 $75 Call auf PayPal Holdings.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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