Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) hat zum Dienstag dieser Woche heftig korrigiert. Innerhalb weniger Minuten ging es in der Spitze um rund 20 % bergab, was definitiv eine rasante Abwärtsdynamik gewesen ist.

Über die Gründe brauchen wir eigentlich keine weiteren Wörter mehr zu verlieren, denn im Endeffekt war es erneut die Financial Times rund um Enthüllungsautor Dan McCrum, die mit ihren vermeintlich neuen Erkenntnissen für reichlich Druck in der Aktie gesorgt hat.

Zwischenzeitlich markierte das Papier des innovativen Zahlungsdienstleisters ein weiteres Sechsmonatstief und wurde wieder in die Zeit der Causa Wirecard zurückkatapultiert. Foolishe, langfristig orientierte Investoren könnten hier natürlich eine attraktive Möglichkeit wittern, günstig einzusteigen. Zumal es hier noch immer viele Chancen gibt, die man durchaus betonen darf:

Operativ weiter in die richtige Richtung

Denn trotz aller aktuellen Unkenrufe hat in den vergangenen Wochen und Monaten operativ mächtig viel beim innovativen Zahlungsdienstleister gestimmt. Die vielen, vielen Partnerschaften haben so beispielsweise gezeigt, dass das Wachstum nicht nur auf Zahlen basiert, sondern auch konsequenterweise mit vielen Meldungen und Kooperationen unterfüttert wird.

In den vergangenen Wochen und Monaten schien sich außerdem nicht bloß die Schlagzahl zu erhöhen, sondern zugleich auch die Qualität der Kooperationen. Mit Aldi, UnionPay und vielen weiteren prominenten Namen hat es der innovative Zahlungsdienstleister geschafft, sich in die erste Börsenliga zu katapultieren, was definitiv auch eine gewisse Reputation beinhalten könnte.

Allerdings nicht bl0ß das: Bekanntere Kooperationen dürften zudem auch für signifikant steigende Umsätze sorgen, was hier das Wachstum noch einmal beschleunigen könnte. Aspekte, wohlgemerkt, die sich auch in den Zahlen und Prognosen dieser bisherigen Erfolgsgeschichte (trotz der Financial-Times-Berichterstattung) niedergeschlagen haben.

Die Zahlen und Prognosen stimmen!

Denn, wie der innovative Zahlungsdienstleister beispielsweise mit seinen Zahlen für das erste Halbjahr erneut demonstrieren konnte, hielt hier das Wachstum noch immer signifikant an. Alleine innerhalb des ersten Halbjahres des aktuellen Geschäftsjahres stiegen so beispielsweise die Umsätze auf über 1,2 Milliarden Euro. Das angepasste Ergebnis belief sich zudem auf 252 Millionen Euro. Mit beiden Zahlen konnte Wirecard sein deutliches, zweistelliges Wachstum über der Marke von 30 % beibehalten.

Das aktuelle Wachstumsmomentum hat in den letzten Wochen zu höheren Prognosen geführt: Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 möchte der innovative Zahlungsdienstleister demnach auf über 810 Milliarden Euro an Transaktionsvolumen kommen und aus diesen 12 Milliarden Euro an Umsätzen generieren. Das Ergebnis soll sich bis zu diesem Zeitpunkt bereits auf 3,8 Milliarden Euro belaufen, was möglicherweise sogar noch sehr konservativ sein könnte und zeigt, dass der innovative Zahlungsdienstleister gegenwärtig erst an der Spitze seines operativen Eisbergs kratzt.

Diese Prognose führt zu guter Letzt noch zu einem dritten Kriterium, weshalb die Aktie gerade nach dem aktuellen Kursverfall kaufenswert sein könnte: Nämlich der künftigen und nun wieder günstigeren Bewertung, die wir aktuell bestaunen können.

Die Bewertung im Blick

Wie mehrere Medien derzeit nämlich berichten, habe der innovative Zahlungsdienstleister rund drei Milliarden Euro an Börsenwert verloren, was unterm Strich bedeuten dürfte, dass sich die derzeitige Marktkapitalisierung momentan auf ca. 15 Milliarden Euro belaufen dürfte. Nagel mich an dieser Stelle bitte nicht fest.

Wenn wir die Plausibilität der langfristigen Prognose zu Grunde legen, würde das bedeuten, dass Wirecard bis zu diesem Zeitpunkt und dem aktuellen Kursniveau mit lediglich dem 3,8-Fachen der Ergebnisse, sowie dem 1,3-Fachen der Umsätze bewertet wird. Ich vermute, wir alle können uns denken, dass das ein günstiges Bewertungsmaß wäre.

Möglicherweise ist der aktuelle Abverkauf daher eine idealer Gelegenheit, nun noch einmal preiswerter bei Wirecard einzusteigen, auch wenn die kurzfristigen Risiken zu überwiegen scheinen. Die Bewertung, das Wachstum und das operative Momentum können das jedenfalls durchaus rechtfertigen.

Es gibt natürlich auch ein Aber …

Nichtsdestoweniger existiert, wie bei allem, natürlich auch ein Aber. Speziell durch die Berichte der Financial Times hat sich nun nämlich wieder ein Quäntchen Verunsicherung über der Aktie des innovativen Zahlungsdienstleisters entladen. Eine Entwicklung, die möglicherweise noch nicht an ihrem Endpunkt angelangt sein könnte, was durchaus gewisse Risiken birgt.

Wer jedoch langfristig an das Management, die Rechtschaffenheit und eben die Aussichten von Wirecard glaubt, könnte dennoch momentan hier eine vergleichsweise preiswerte, aussichtsreiche Wachstumsaktie vorfinden. Die zumindest derzeit einen näheren Blick verdient hat.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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