Die Lage an den Aktienmärkten wirkt zunehmend fragil. Mit Blick auf die ganzen Belastungsthemen wird sich nun offenkundig der ein oder andere Marktakteur der vorhandenden und durchaus beachtlichen Fallhöhe gewahr. Vorsicht und Skepsis haben Einzug gehalten und sorgen mitunter für kräftige Bewegungen in einzelnen Werten. Da ist es fast schon erstaunlich, dass die einstmals recht volatile Wirecard-Aktie sich ungeachtet äußerer Einflüsse derzeit in stoischer Ruhe seitwärts bewegt.

Mit Blick auf die zuletzt ausgebildete Handelsspanne stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage, ob sich da womöglich eine größere Kursbewegung anbahnen könnte. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn sich über eine Handelsspanne Bewegungspotential aufbauen würde und sich dieses irgendwann Bahn bricht. Die potentielle Ausbruchsrichtung ist unserer Meinung nach allerdings völlig offen. Diese abwartende Haltung und das Verharren des Kurses in vergleichsweise engen Grenzen erhöhen zudem die Anspannung. Über kurz oder lang wird sich die Aktie in eine Richtung aufmachen. Die Frage ist nur, ob das in einer Art Befreiungsschlag oder aber Tiefschlag münden wird. Wirecard "genießt" eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Insofern mangelt es nach wie vor nicht an Themen und damit potentiellen Kurstreibern. Auch vor diesem Hintergrund überrascht die starke Ausprägung der Grenzen. Seitdem sich das Geschehen nach dem Ausverkauf von Mitte Oktober beruhigt hatte, bewegt sich die Aktie in einer Handelsspanne von 110,0 Euro bis 123,0 Euro. Zuletzt hat sich das Ganze in Richtung der oberen Begrenzung verlagert. Es wäre jedoch zu kurz gegriffen, daraus bereits eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen aufwärtsgerichteten Ausbruch abzuleiten. Die aktuelle Situation kann man wie folgt zusammenfassen: Ein Ausbruch über die 123,0 Euro hinweg würde den Bereich 130,0 bis 140,0 Euro inkl. der dort verlaufenden 200-Tage-Linie als potentielles Bewegungsziel aktivieren, wohingegen ein Rücksetzer unter die 110,0 Euro den Bereich bei 100,0 bis 90,0 Euro in den Fokus rücken würde. Nicht minder spannend ist die aktuelle Lage bei TUI.

Die TUI-Aktie installierte im August ausgehend von der Marke von 8,0 Euro einen veritablen Aufwärtstrend. Zuletzt geriet die Aktie jedoch unter Druck und bekam Schnappatmung. Mit den 12,5 Euro und 12,0 Euro gingen bereits zwei wichtige Unterstützungen verloren. Zudem steht aktuell der Aufwärtstrend (rot dargestellt) zur Disposition. Eine rasche Rückkehr über die 12,0 Euro und 12,5 Euro würde das Chartbild wieder aufhellen. In der aktuellen Gemengelage ist aber auch eine Fortsetzung der Bewegung auf 11,0 Euro nicht auszuschließen. Sollte es unter die 11,0 Euro gehen, ist eine Neubewertung der Lage unerlässlich.

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