Ein Jahresbeginn ist oftmals von einem gewissen Optimismus geprägt. Man schaut nach vorn. Das könnte auch die große Devise im Jahr 2020 für einige, mitunter tiefgefallene, Aktien werden. Zu den Werten, die im vergangenen Jahr unter Anlegern regelmäßig für jede Menge Gesprächsstoff und Diskussionen sorgten, gehört ohne Zweifel Wirecard. Man muss jetzt kein Prophet sein, um die These zu wagen, dass sich daran wohl auch im neuen Jahr nicht so schnell etwas ändern wird.

Wirecard Chart

In den letzten Handelstagen des alten Jahres präsentierte sich die Aktie recht stabil, ohne jedoch hierbei Akzente auf der Oberseite zu setzen. Tendenziell verlagerte sich das Handelsgeschehen weg von der "heißen" Zone um 100,0 Euro in Richtung 110,0 Euro. Nach dem volatilen Auf und Ab der Vorwochen kam diese ruhige Phase sicherlich nicht ungelegen. Und sie könnte noch bedeutend werden, wenn sie sich nämlich am Ende als Bodenbildungsphase herausstellen sollte. Deren erfolgreicher Abschluss steht zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch aus. Insofern ist noch etwas Zurückhaltung angebracht. Um erste Akzente auf der Oberseite zu setzen und das Szenario einer (erfolgreichen) Bodenbildung weiter voranzubringen, muss die Aktie nun in einem ersten Schritt über die 110,0 Euro. Im besten Fall erfolgt der Sprung über diese Marke dann mit einer hohen Dynamik. Das würde aus unserer Sicht die Erfolgsaussichten verbessern. Im frühen Donnerstagshandel (02.01.) hat sich der Wert bereits in Position gebracht und verharrt mit aktuell 109,5 Euro knapp unterhalb der relevanten Widerstandszone. Macht sich die Aktie zum Sprung bereit? Zu den Aktien, die es in den letzten Monaten auch nicht leicht hatten, gehörten die Cannabis-Werte. Vor allem die Aktie von Aurora Cannabis "litt" unter den Gegebenheiten im Sektor.

Wirecard Chart

Nach der Ausbildung des markanten November-Tiefs bei 2,82 CAD und einer halbherzigen Erholung geriet im Dezember das Chartbild zunächst vollends ins Wanken, als die Aktie erneut unter die 2,82 CAD abtauchte. In vorherigen Kommentierungen an dieser Stelle hatten wir für diesen Fall das daraus resultierende Bewegungsziel zwischen 2,5 CAD und 2,0 CAD verortet. Die Aktie tauchte schließlich unter die 2,50 CAD ab und markierte im Bereich von 2,46 CAD ein neues 52-Wochen-Tief. Ein Durchmarsch in Richtung 2,0 CAD scheint fürs erste jedoch vom Tisch zu sein, denn am letzten Handelstag des alten Jahres wurde offenkundig von Anlegerseite noch einmal zur "Schnäppchenjagd" geblasen. Die Aktie beendete den Dienstagshandel mit einem kräftigen Plus von über 10 Prozent. Das Kursplus darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit aus charttechnischer Sicht noch nichts gewonnen wurde. Hierzu müssten im nächsten Schritt die 2,82 CAD deutlich überwunden werden...

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