Die Aktienmärkte bemühen sich weiterhin um Stabilität. Angekurbelt von diversen Hilfsprogrammen, nicht zuletzt durch das billionenschwere US-Konjunkturpaket, versuchen sich die Aktienindizes daran, die aktuell zu beobachtende Erholung nachhaltiger zu gestalten und ihr so mehr Relevanz zu verleihen. Ob es ihnen am Ende gelingen wird, bleibt noch die große Frage.

Einzelne Aktien verzeichneten bereits vor den aus der Corona-Krise resultierenden Turbulenzen eine hohe Volatilität. Dieser Effekt hat sich infolge des aktuell zu beobachtenden Auf und Ab an den Aktienmärkten nicht unbedingt abgemildert. Eine dieser Aktien, die sich bereits seit geraumer Zeit einer hohen Volatilität „erfreuen“ dürfen, ist die Aktie des Zahlungsdienstanbieters Wirecard (WKN: 747206 | ISIN: DE0007472060 | Ticker-Symbol: WDI).

An dieser scheiden sich bekanntlich schon seit geraumer Zeit die Geister. Während die Aktie für die einen nach wie vor zu teuer ist, sehen andere etwaige Chancen, die das aktuelle Kursniveau vermeintlich bereithalten würde. Wer am Ende mit seiner Einschätzung Recht behalten wird, bleibt offen. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie zuletzt die so wichtige Erholung auf die Beine stellen können. Drohte erst vor kurzem der Rutsch unter die 80 Euro, so ist der Wert aktuell dabei, sich wieder im dreistelligen Kursbereich einzurichten. Wie wichtig eine Etablierung des Kurses oberhalb von 102,0 Euro wäre, zeigt der obere Chart deutlich. In diesem Bereich liegt das markante Tief aus dem Dezember des vergangenen Jahres. Um eine weitere charttechnische Entspannung herbeizuführen, können die 102,0 Euro allerdings nur eine Zwischenstation sein. Das Ziel muss es für die Aktie sein, die Bewegung über die Zone 110,0 Euro bis 115,0 Euro zu führen. Erst, wenn dieses Unterfangen gelingen sollte, kann man unter charttechnischen Aspekten von einer deutlichen Aufhellung des Chartbilds sprechen. Bis dahin bleibt das Risiko auf der Unterseite hoch. Insbesondere gilt es hier, einen erneuten Rutsch unter die 93,0 Euro zu vermeiden. Bereits mit Gegenwind hat die Aktie des Batterieherstellers Varta (WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Ticker-Symbol: VAR1) aktuell zu kämpfen.

Der Wert „zauberte“ nach dem Ausverkauf in Richtung 50,0 Euro zunächst eine beeindruckende Gegenbewegung auf das Börsenparkett. Kurzzeitig sah es sogar nach einem Durchmarsch in Richtung 80,0 Euro aus, doch der Widerstandsbereich um 73,0 / 74,0 Euro vermasselte der Aktie schließlich die Tour. Gewinnmitnahmen setzten ein. Die Aktie drehte nach unten ab. Um einen größeren (charttechnischen) Schaden abzuwenden, muss es dem Wert nun gelingen, die eminent wichtige Unterstützung bei 63,0 Euro zu verteidigen.

 

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