Die Stimmung an den Aktienmärkten ist ungetrübt. Neben Geopolitik und Konjunkturdaten könnte nun die (US-)Quartalsberichtssaison zum bestimmenden Faktor werden, denn diese nimmt so langsam Fahrt auf und dürfte in den nächsten Tagen und Wochen für den einen oder anderen Impuls an den Aktienmärkten sorgen. Einen woher auch immer kommenden positiven Impuls erhofft sich auch die Aktie des Zahlungsdienstanbieters Wirecard, denn sie hat sich aktuell in eine aussichtsreiche Ausgangslage manövriert und es bedarf nur noch eines Anstoßes, um eine wichtige Weichenstellung zu vollziehen.

Am Dienstag (14.01.) kam endlich Zug in die laufende Erholung. Der Widerstandsbereich um 116,0 Euro, der sich bis dato als Spielverderber erwies, wurde endlich überwunden. Gleiches gilt für die 38-Tage-Linie, auch diese konnte bullisch gekreuzt werden. Damit ist nun auch (zumindest fürs Erste) der Druck von der wichtigen 110er Marke genommen. Entspannung ja, Entwarnung noch nicht; so oder so ähnlich könnte man die aktuelle Konstellation zusammenfassen. Wir hatten in zurückliegenden Kommentaren immer wieder die 123,0 Euro als wichtige Marke thematisiert. Sollten die 123,0 Euro überwunden werden, könnte das richtungsweisenden Charakter haben und das Kapitel Bodenbildung entscheidend voranbringen. Ob die Wirecard-Aktie vor einem Comeback steht, könnte sich daher bereits kurzfristig entscheiden. Auf der Unterseite gilt es nun, die 110,0 Euro erfolgreich zu verteidigen. Ein Rücksetzer unter diese Marke würde die Aktie in ihren Comeback-Ambitionen zurückwerfen. Aktionäre des kanadischen Cannabis-Produzenten Aurora Cannabis sehnen sich sicherlich auch ein Comeback der Aktie herbei, doch es ist ein "Mammutprojekt". Die jüngsten Kursgewinne dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier aus charttechnischer Sicht noch immer immens viel im Argen liegt, diese Kursgewinne sind allenfalls als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein zu betrachten.

Unter charttechnischen Aspekten war die Aktie nach dem Rutsch unter das November-Tief (2,82 CAD) angezählt. Das kürzlich markierte neue Tief knapp unterhalb von 2,0 CAD überraschte daher nicht. Wir hatten die Zone 2,5 CAD bis 2,0 CAD als potentielles Bewegungsziel bereits Anfang Dezember 2019 thematisiert, als sich die Aktie damals dem November-Tief näherte und deren Bruch zu befürchten stand. Nun wurde dieser "alte" Supportbereich abgearbeitet und die Aktie startete daraufhin einen Erholungsversuch. Prozentual sind es durchaus ansprechende Gewinne, die die Aktie seit dem Tief erzielen konnte, doch mit aktuell 2,33 CAD (per Handelsschluss 14.01.) bewegt sie sich noch immer im Tal der Tränen. Aus unserer Sicht würde der Wert einen ersten Achtungserfolg erzielen, sollte er signifikant über die 2,82 CAD zurückkehren können. Bis dahin ist die Erholung noch mit besonderer Vorsicht zu genießen...

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