Die deutschen Aktienindizes starteten sehr robust in die neue Handelswoche. Von der zuletzt wieder aufgeflammten Skepsis und Nervosität war nicht mehr viel zu sehen. Die Marktakteure honorierten hierbei verschiedene Signale. Wie nachhaltig der zurückgewonnene Optimismus das Handelsgeschehen nun prägen wird, bleibt allerdings noch abzuwarten. Dass das Ganze von einem nachgebenden Goldpreis begleitet wird, spricht für eine – zumindest temporäre – Beruhigung der Nerven der Anleger.

Eine gewisse Beruhigung der Lage erhofft sich sicherlich auch Wirecard bzw. die Aktie des Zahlungsdienstanbieters (WKN: 747206 | ISIN: DE0007472060 | Ticker-Symbol: WDI), denn diese musste kürzlich einen ordentlichen Schreck verkraften.

Dass die Aktie kein sogenanntes Witwen- und Waisenpapier ist, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Rally- und Korrekturszenarien wechselten sich in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit ab. Allerdings konnte man sich in den letzten drei Jahren zumindest darauf „verlassen“, dass Rücksetzer auf den Bereich von 85,0 Euro bis 80,0 Euro begrenzt blieben. Der obere 3-Jahres-Chart auf Wochenbasis veranschaulicht das sehr gut. Und auch während der jüngsten Turbulenzen hielt dieser Bereich zunächst Stand. In der letzten Handelswoche war es dann allerdings soweit. Pünktlich am Freitag (15.05.) und damit unmittelbar vor dem Wochenende knickte der Aktienkurs ein, durchbrach die 80er Marke und fand sich schließlich auf einem neuen 52-Wochen-Tief bei knapp 72,3 Euro wieder. Zwar bemühte sich die Aktie noch am Freitag um Schadensbegrenzung, doch so wirklich wollte ihr das nicht vor dem Wochenende gelingen. Umso wichtiger war es, dass der Wert am gestrigen Montag (18.05.) weiter zulegen und wieder über die 80,0 Euro laufen konnte. Aus charttechnischer Sicht kann man allerdings noch nicht von Entwarnung sprechen. Die Aktie steht noch immer am (charttechnischen) Abgrund. Eine nachhaltige Entspannung der Lage ist erst zu erwarten, sollte die Aktie wieder über die 102+ Euro laufen können. Ein positiver Gesamtmarkt könnte hierbei durchaus hilfreich sein. Sollte es hingegen für die Wirecard-Aktie erneut unter die 80,0 Euro gehen, ist Obacht geboten. Unter das frische 52-Wochen-Tief darf es unter keinen Umständen gehen, anderenfalls ist eine komplette Neubewertung der Lage erforderlich. Einen fulminanten Zwischensprint legt derzeit die Aktie des Batterieherstellers Varta (WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Ticker-Symbol: VAR1) hin.

Die Aktie profitierte von den kürzlich vorgelegten Quartalszahlen, die besser als erwartet ausfielen. Auch die Bestätigung der Jahresziele durch das Unternehmen wurde von den Marktakteuren sehr wohlwollend aufgenommen. Die Aktie nahm Fahrt auf und überwand mit den 80,0 Euro einen ersten wichtigen Widerstandsbereich. Nun gilt es jedoch, die Schlagzahl hochzuhalten. Die 90,0 Euro müssen als nächstes übersprungen werden, um sich weiteres Aufwärtspotential zu erschließen. Im besten Fall bleiben Rücksetzer auf 80,0 Euro begrenzt. Unter die 75,0 Euro darf es aus charttechnischer Sicht nicht gehen, anderenfalls ist eine Neubewertung erforderlich.

Aktuelle Blogs auf Börsennews:

Wirecard: War es das?

Wirecard: Endlich gute Neuigkeiten

Andere Leser interessierten sich auch für:

Edelmetalle außer Rand und Band. Gold und Silber zünden Turbo!

Standortbestimmung! Tesla und Cisco Systems im Fokus.

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Boersennews.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Boersennews.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Boersennews.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.