Ei, was hat die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) nur für eine aufregende Zeit hinter sich. Alleine in den letzten Wochen wurde die Schlagzahl der Kooperationen noch einmal deutlich erhöht. Insbesondere viele prominente Namen haben sich zum Kundenkreis des innovativen Zahlungsdienstleisters gesellt, was derzeit die Fantasie auf ein noch rasanteres Wachstum weckt.

Die Aktie scheint nicht sonderlich beeindruckt von diesen Partnerschaften, allerdings war hier die Schlagzahl in letzter Zeit wirklich gewaltig. Doch welche dieser Übereinkünfte ist möglicherweise für die Zukunft die wegweisendste und welche sollte man daher vielleicht besonders betrachten? Eine spannende Frage, bei der sich möglicherweise drei Namen qualifizieren könnten.

Aldi: Wird hier noch einmal ausgebaut?

Angefangen hat diese gesteigerte Dynamik meines Erachtens nach mit einem Vertreter aus dem Discountbereich. Als Wirecard zum Sommer dieses Jahres verkündet hat, mit Aldi zu kooperieren, war das möglicherweise ein kleinerer Stein, der vieles ins Rollen brachte. Sowie einige Investoren dahin gehend wachgerüttelt hat, wie groß der DAX-Konzern inzwischen eigentlich ist.

Die Kooperation mit Aldi ist hierbei jedoch eher kleiner angelegt. Zwar ist das Unternehmen inzwischen in vielen internationalen Märkten aktiv, nichtsdestoweniger begrenzt sich das bisher abgewickelte Transaktionsvolumen lediglich auf Kreditkartenzahlungen. Zahlungen wohlgemerkt, die hierzulande einen geringfügigeren Anteil haben dürften.

Nichtsdestoweniger besitzt diese Kooperation eine gewisse Fantasie. Aldi ist schließlich kein kleiner Name, und sollte sich der Discounter dazu entschließen, die Übereinkunft mit Wirecard auch auf andere Bereiche und klassischere Karten auszuweiten, würde das das Transaktionsvolumen möglicherweise sehr stark ankurbeln. Vielleicht sogar um Milliarden. Alleine deshalb hat dieser Name es für mich verdient, genannt zu werden, auch wenn sich die bisherige Vereinbarung lediglich auf einen Randbereich bezieht.

SoftBank: Noch am Start, aber …

Eine weitere strategische Partnerschaft, die mittelbar für viele prominente Kunden sorgen könnte, ist hingegen die mit der SoftBank. Die japanische Beteiligungsgesellschaft ist inzwischen zum Ankerinvestor Wirecards aufgestiegen und hat hierdurch ein solides Timing bewiesen. Allerdings lohnt sich die Übereinkunft auch operativ für den Zahlungsdienstleister.

Bislang hat Wirecard seinem neuen Investor schließlich drei Namen zu verdanken, für die künftig Zahlungen abgewickelt werden können. Diese Namen sind für sich alleine gesehen zwar eher mittelgroß bis groß und keine gigantischen Coups. Allerdings kann es hier die Menge ausmachen, denn immerhin sitzt die SoftBank noch auf einem gewaltigen Berg von rund 80 Beteiligungen, für die Wirecard künftig ebenfalls Zahlungen abwickeln könnte.

Auch hier schlummert daher noch ein bedeutendes Potenzial an mittelgroßen bis großen Kunden, die der DAX-Konzern künftig begrüßen könnte, weshalb diese Übereinkunft zu den bedeutenderen gezählt werden darf.

UnionPay: Bei einem global führenden Unternehmen angekommen

Zu guter Letzt beeindruckte außerdem noch die Partnerschaft mit UnionPay. Der innovative Zahlungsdienstleister und der Kreditkartenanbieter haben ebenfalls ihre Ambitionen für eine gemeinsame Sache bekundet. Und auch hier schlummert definitiv ein prominenter Name.

In einem separaten Artikel habe ich jüngst auf die Dimension dieses Unternehmens hingewiesen, die wirklich gewaltig ist. So hat UnionPay über 5,4 Mrd. Karten herausgegeben und wickelt jedes Jahr über 38 Mrd. Transaktionen ab. Gleichzeitig gehört das Unternehmen nicht nur zu den Marktführern in China mit der am meisten akzeptierten Bezahlmethode im Reich der Mitte, sondern kann sich zudem zwischen Visa und Mastercard auf einem zweiten Platz der führenden Kreditkartenanbieter behaupten. Ich denke, hier können wir von einem Mega-Deal sprechen.

Was hierbei für den innovativen Zahlungsdienstleister herumkommen wird, darüber können wir natürlich nur spekulieren. Nichtsdestoweniger verdeutlicht auch diese Partnerschaft, wie weit oben der DAX-Konzern inzwischen mitspielt und wie bedeutend derzeit die Kooperationen werden.

Welche ist nun die wichtigste Kooperation?

Wenn man mich festnageln müsste, welcher dieser drei Namen nun am bedeutendsten für den innovativen Zahlungsdienstleister ist, so würde ich wohl die SoftBank wählen. Einfach weil hier möglicherweise das stärkste und vermeintlich sicherste Wachstum in Anbetracht des Portfolios schlummert. Und weil viele dieser Unternehmen irgendwo im digitalen Bereich vertreten sind und dadurch auf innovative Bezahltechnologie angewiesen sein werden.

Nichtsdestoweniger sind alle drei Namen bedeutend und sollten von Investoren möglicherweise noch einmal näher beäugt werden. Und vielleicht auch andere größere Namen, die sich in den kommenden Wochen und Monaten noch im Kundenportfolio des Zahlungsdienstleisters einfinden werden.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool empfiehlt SoftBank.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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