Jetzt ist es also wirklich so weit: Das vergangene Börsenjahr 2019 liegt hinter uns und mit ihm eine ganze Dekade. Es gab einige Aktien, die auf der Strecke geblieben sind, andere hingegen, die ihre Investoren reich gemacht haben. Und natürlich auch eine ganze Menge dazwischen.

Doch auch das kommende Börsenjahr und die nächste Dekade werden wieder voll von erfolgreichen Geschichten, spannenden Wachstumsstories und auch einigen Rohrkrepierern sein. Uns steht definitiv eine spannende Börsenzeit bevor.

Um an dieser Stelle gewissermaßen ins Blaue zu raten, kommen hier drei kühne Vorhersagen von mir bezüglich der Aktien von Wirecard (WKN: 747206), Alibaba (WKN: A117ME) und Mercadolibre (WKN: A0MYNP). Auch wenn diese möglicherweise sehr wild klingen, könnte durchaus ein Fünkchen Wahrheit dran sein, zumal die nächste Dekade gewiss ein langer Zeitraum ist.

Wirecard: Die Aktie thront an der DAX-Spitze!

Eine erste wirklich sehr kühne Vorhersage in diesem Sinne ist zunächst folgende: Ich glaube, dass Wirecard langfristig und möglicherweise in den kommenden zehn Jahren das Zeug besitzen kann, sich an der DAX-Spitze festzusetzen. Ja, möglicherweise sogar am künftigen Konkurrenten SAP vorbeizuziehen.

Der Grund hängt mit dem Geschäftsmodell zusammen. Als Zahlungsdienstleister könnte hinter dem DAX-Konzern schließlich ein Informationskonzern sondergleichen entstehen, der zeitgleich einen großen Teil unseres digitalen Zahlungsvolumens abwickelt. Eine solche globale Aussicht könnte mit gewaltigen Aufschlägen gemessen am heutigen Börsenwert einhergehen.

Um ein solch positives Schicksal zu erfahren, wird Wirecard erst einmal die aktuellen Vorwürfe rund um die „Financial Times“ hinter sich lassen müssen. Sollte dies gelingen, sind die Weichen auf Wachstum gestellt, wobei auch die Prognose bis zum Geschäftsjahr 2025 lediglich ein Meilenstein sein wird, das Wachstum im kommenden Jahrzehnt hört hier schließlich nicht auf.

Megatrend, Megawachstum und Zukunftsfantasie, was die eigene operative Ausrichtung hin zu einem Informationskonzern angeht, könnten eine spannende, langfristige Vision kreieren, die möglicherweise erst an der DAX-Spitze endet.

Alibaba: Größer als Amazon!

Eine zweite, nicht weniger heftig klingende Vorhersage betrifft Alibaba. Der chinesische Internet- und E-Commerce-Konzern wird zwar gegenwärtig bereits mit einer halben Billion US-Dollar an Börsenwert bewertet. Ich könnte mir hier jedoch gut vorstellen, dass auch das lediglich ein kleiner Vorgeschmack dessen ist, was künftig noch in dem Konzern stecken könnte.

Der chinesische Markt ist schließlich mit seiner eine Milliarde Verbraucher nicht nur gigantisch, sondern wird zudem auch von Alibaba dominiert. International existiert noch viel Spielraum für die eigene Expansion und selbst wenn das im kommenden Jahrzehnt nicht so stark glücken sollte, wie die Verantwortlichen sich das vorstellen, existieren innerhalb Chinas noch Verbraucher, die internettechnisch abgeholt werden wollen. Ich glaube, viele unterschätzen an dieser Stelle, wie groß der Kundenkreis von einer Milliarde Verbrauchern ist.

Das führt auch hier zu der kühnen Annahme meinerseits, dass Alibaba in der kommenden Dekade womöglich an Amazon wird vorbeiziehen können. Zumindest gemessen am Börsengewicht. Womöglich wird es sogar zum Showdown dieser beiden E-Commerce-Akteure um die globale Vorherrschaft kommen, mit ungewissem Ausgang, jedoch glaube ich, dass viele gegenwärtig das Marktpotenzial der Chinesen unterschätzen.

Ich werde jedenfalls Alibaba weiterhin im Auge behalten und gespannt verfolgen, in welche Richtung Alibaba gehen wird. Die des Wachstums scheint natürlich festzustehen, jedoch dürfte auch die Qualität der vergangenen Jahre hier nicht weiter abnehmen.

Mercadolibre: Das Knacken der 100-Milliarden-US-Dollar-Marke

Eine dritte und in diesem Sinne möglicherweise eher kleinere Vorhersage betrifft zu guter Letzt noch Mercadolibre. Hier glaube ich, dass der lateinamerikanische E-Commerce-Akteur in den kommenden zehn Jahren eine gute Chance besitzen könnte, eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden US-Dollar zu knacken. Im Vergleich zu den vorherigen Annahmen wirkt das vergleichsweise lahm.

Nichtsdestoweniger steckt hinter dieser Wachstumsgeschichte reichlich Feuer. Erst in letzter Zeit hat sich das Unternehmen schließlich ein starkes zweites Standbein im Bereich der digitalen Zahlungen aufgebaut, das noch immer im höheren, zweistelligen Bereich gemessen am Transaktionsvolumen wächst.

Tatsächlich besitzt Mercadolibre zwei spannende Megatrends, die künftig ausgereizt werden können, wobei auch der lateinamerikanische Markt noch immer ein vergleichsweise kleiner Markt ist, der rasantes Wachstum verspricht. Die kommenden zehn Jahre könnten auch hier von Wachstum geprägt sein, weshalb ich glaube, dass ein dreistelliges Milliardenbörsengewicht hier durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Wir sprechen uns in zehn Jahren wieder … oder auch eher

Letztlich sind solche Vorhersagen mit Vorsicht zu genießen. Es gibt viele Wenn, Aber und auch Jedoch, die es dabei zu berücksichtigen gilt, zumal hier die generelle Wachstumsthese sehr vereinfacht von mir ausgedrückt worden ist. Nichtsdestoweniger könnte hinter all diesen Vorhersagen auch ein Fünkchen Wahrheit stecken.

Wir sprechen uns jedenfalls in zehn Jahren, wenn wir den Wahrheitsgehalt meiner Aussagen überprüfen. Vielleicht jedoch auch schon bedeutend früher, je nachdem, wie sich die jeweiligen Unternehmen entwickeln werden.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba, Mercadolibre und Wirecard. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und MercadoLibre,

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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