Ein neuer Tag, (mindestens) eine neue Meldung im Kontext der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie. Nachdem bereits seit einigen Handelstagen immer mal wieder stückchenweise neue Vorwürfe seitens der Financial Times an Wirecard gerichtet werden, gab es auch heute eine neue, spannende Wendung in der Causa Wirecard.

Wie auch am Freitag dieser Woche nun berichtet wird, werden derzeit die Büros des Wirecard-Ablegers in Singapur von der örtlichen Polizei durchsucht. Den Investoren scheinen diese Neuigkeiten zwar nicht zu schmecken, aber wenn du mich fragst, ist diese neuerliche Wendung eigentlich ein Grund zu feiern.

Du bist skeptisch? Kann ich verstehen. Daher lass mich das im Folgenden am besten Mal etwas näher ausführen.

Was wir bisher wissen

Doch bevor wir diese Mitteilung beurteilen, lass uns zunächst erst einmal einen etwas ausführlicheren Blick auf die derzeitige Sachlage riskieren und schauen, was wir bislang denn überhaupt wissen.

Zum Zeitpunkt des Verfassens hat nun auch Wirecard die Meldungen bestätigt, wonach die örtliche Polizei in Singapur die Büros des innovativen Zahlungsdienstleisters nun etwas näher inspiziere. Hierbei handele es sich allerdings um einen normalen Vorgang und Wirecard würde zudem mit den Gesetzeshütern aus Singapur bei den Ermittlungen zusammenarbeiten.

Wirecard betont übrigens weiterhin, dass an den derzeitigen Vorwürfen der Financial Times nichts dran sei. Man werde zudem die Ergebnisse der internen Ermittlungen zügig abschließen und nach der Fertigstellung der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Es scheint daher insgesamt, als würde Wirecard weiterhin versuchen, den bislang eingeschlagenen Weg der Transparenz, Offenheit und Sachlichkeit zu gehen, um die Vorwürfe zu entkräften. Auch das sollte den Investoren natürlich prinzipiell gefallen, ist jedoch nicht der finale Grund, weshalb ich auch den Ermittlungen der Behörden eher positiv gegenüberstehe.

Darum sollte man die Ermittlungen positiv werten

Nein, denn der eigentliche Grund, weshalb ich auch diese neuerliche Wendung begrüße, hängt letztlich mit dem potenziellen Schaffen von Tatsachen zusammen. Da nun sowohl öffentliche Behörden, als auch die renommierte Anwaltskanzlei Rajah & Tann mit Ermittlungen bezogen auf Unregelmäßigkeiten beschäftigt ist, können wir wohl in einigen Wochen oder Monaten mit Klarheit rechnen. Wie auch immer diese dann im Endeffekt ausfallen wird.

In einer Zeit, in der vieles noch unsicher scheint und die Financial Times beinah täglich salami-artig neue Informationen preis gibt, die wiederum zu neuerlichen Kursabschlägen führen, kann es eigentlich kaum etwas besseres geben, als Mitteilungen, wonach der innovative Zahlungsdienstleister sich selbst offen gegenüber einer Aufklärung zeigt. Beziehungsweise unabhängige, und nun sogar staatliche Ermittler hier nach Antworten suchen.

Grund zum Feiern? Fehlanzeige!

Doch die Summe der Marktteilnehmer scheint das gegenwärtig wohl eher nicht so zu sehen. Zumindest notiert die Wirecard-Aktie auch gegenwärtig (08.02., ca. 15 Uhr) mit -11 % wieder deutlich im roten Bereich. Was man wohl als sehr starken Indikator dafür werten kann, dass die breite Masse der Investoren wohl generell nicht in Feierlaune zu sein scheint, sondern weiterhin besonders nervös bei Meldungen jedweder Art im Kontext der Wirecard-Aktie reagieren wird.

Dennoch sind das, wie gesagt, in meinen Augen gute Nachrichten. Denn sie könnten ein wichtiges Mittel sein, damit die Investoren von Wirecard in wenigen Wochen oder Monaten nicht bloß dunkle, ungewisse Wolken sehen werden, sondern erfahren werden, was denn eigentlich Sache bei Wirecard ist. Und in Folge dessen können sie sich vielleicht auch wieder auf die wichtigeren, langfristigen Faktoren konzentrieren.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst