Der Insolvenzantrag von Wirecard wird noch geprüft, doch schon schlagen die Auswirkungen erste Wellen. Der Kurs der Wirecard-Aktie konnte sich von seinem Tief etwas erholen. Seit gestern legte die Aktie über 52 Prozent zu und steht aktuell bei knapp fünf Euro.

Erfolg für Wirecard Tochter

Die wichtigste Tochter von Wirecard, Wirecard Card Solutions war hart von dem Insolvenzantrag getroffen. Die britische Finanzaufsicht FCA untersagte ihr zunächst den Geschäftsbetrieb. Jetzt kam die Behörde mit positiven Nachrichten für die Kunden.

In der Mitteilung heißt es: „Wir haben in den letzten Tagen eng mit Wirecard UK und anderen Behörden zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass das Unternehmen bestimmte Bedingungen erfüllen konnte, die erforderlich sind, um die Einschränkungen aufzuheben, die wir ihm auferlegt haben. Wir sind nun in der Lage, Wirecard die Wiederaufnahme der operativen Tätigkeit zu ermöglichen.

Das bedeutet, dass die Kunden ihre Karten jetzt oder in Kürze wie gewohnt verwenden können.“

Die FCA kontrolliert Wirecard Card Solutions dabei genau „Wir arbeiten weiterhin mit dem Unternehmen zusammen und beobachten es genau, um sicherzustellen, dass es die von uns auferlegten Bedingungen erfüllt und weiterhin das Geld der Verbraucher schützt. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website.“

Einige Start Ups nutzen Wirecard, um ihre Dienstleistungen anzubieten. Daher waren sie von dem Verbot hart getroffen.

Wirecard North America stellt sich zum Verkauf

Wirecard könnte bald schon eine seiner Töchter verlieren. Wirecard North America stellt sich zum Verkauf. Die Amerikaner betonen in der Mitteilung, dass sie wirtschaftlich unabhängig vom angeschlagenen Aschheimer Konzern sind. „Wirecard North America ist eine selbsttragende Einheit, die weitgehend autonom von Wirecard ist.“

Der Verkauf könnte eventuell der Auftakt zum Ausverkauf sein. Dies bleibt jedoch abzuwarten.