Für die Finanzmärkte hat die neue Handelswoche denkbar schlecht begonnen. Verkaufswelle über Verkaufswelle brandet zu Wochenbeginn über die Finanzmärkte. Der Ausverkauf hat ohne Zweifel eine neue Qualität erreicht. Mit Blick auf die veritablen Kursverluste und den mitunter stark ermäßigten Kursniveaus einzelner Aktien drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob sich möglicherweise aktuell Kaufgelegenheiten eröffnen. Die passende Antwort liefert in diesem Fall die gute alte Börsenweisheit „never catch a falling knife“, denn nichts anderes würde man derzeit machen. Die Ausbildung eines tragfähigen Bodens gilt es aus unserer Sicht unbedingt abzuwarten, auch wenn dieses Warten durchaus noch etwas Geduld erfordern dürfte. Schauen wir uns einmal einzelne Werte an.

Die Aktie des Zahlungsdienstanbieters Wirecard (WKN: 747206 | ISIN: DE0007472060 | Ticker-Symbol: WDI) nähert sich mit großen Schritten einem eminent wichtigen Kursniveau.

Nach dem Bruch der wichtigen Unterstützungen bei 123 Euro und 110 Euro nimmt die Aktie nun den Bereich um 104 / 102 Euro ins Visier. Innerhalb dieser Zone gelang dem Wert im Dezember vergangenen Jahres die Ausbildung eines Bodens. Mit Blick auf die hohe Dynamik des derzeitigen Abverkaufs steht zu befürchten, dass dieser Boden nun vor einer Belastungsprobe stehen könnte. Hält dieser nicht, könnte das fatale Folge haben und die kurzfristige Kursentwicklung negativ beeinflussen. Ein Bruch dieser Zone könnte durchaus eine Ausdehnung der Bewegung in Richtung 90 / 85 Euro provozieren. Nicht minder angespannt präsentiert sich die aktuelle Lage bei der Deutschen Bank (WKN: 514000 | ISIN: DE0005140008 | Ticker-Symbol: DBK).

Im Vergleich zu unserer letzten Kommentierung hat sich die Lage weiter verschärft. Der damals noch relevante Unterstützungsbereich um 7,3 / 7,0 Euro ist mittlerweile Geschichte. Stattdessen wurde das bis dato gültige 52-Wochen-Tief bei 5,78 Euro im frühen Handel unterschritten. Derzeit hat sich die Aktie aber wieder über die 6,0 Euro kämpfen können. Doch eine nachhaltige Entspannung ist aus unserer Sicht erst oberhalb von 7,0 /7,3 Euro zu erwarten. Die nächsten Handelstage könnten für alle Beteiligten eine Herausforderung werden. Das gilt in besonderem Maße auch für die TUI-Aktie (WKN: TUAG00 | ISIN: DE000TUAG000 | Ticker-Symbol: TUI1). In der aktuellen Gemengelage hat es die Aktie nicht leicht, festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Nach dem Verlust der wichtigen Unterstützung von 6,6 Euro hat die Aktie nun wie bereits zuletzt an dieser Stelle thematisiert Kurs auf die 5,0 Euro genommen. Sollte auch diese Unterstützung nicht halten, müssen Bewegungsziele bei 3,5 bzw. 3,0 Euro thematisiert werden. Ob der überverkauften Lage sind Gegenbewegungen jedoch möglich, erlangen aber erst oberhalb von 6,6 Euro eine gewisse Relevanz.

 

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