Die Wirecard-Aktie schloss gestern erneut im Minus. Derzeit steht sie aktuell noch bei 82,46 Euro. Das Aschheimer FinTech kommt jedoch nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus und das Vertrauen der Anleger gegenüber dem Unternehmen ist schwer angeschlagen. Heute meldete sich zudem die Bafin zu Wort.

Kein Leerverkaufsverbot bei Wirecard

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin will nicht gegen die Wetten auf Kursverluste der Wirecard-Aktie vorgehen. Die Leerverkäufe hatten sich zueltzt deutlich erhöht. Eine Bafin-Sprecherin begründete das Vorgehen: „Wir planen aktuell kein Leerverkaufsverbot bei Wirecard. Hohe Netto-Leerverkaufspositionen allein sind kein Grund dafür.“

Leerverkäufe

Seit der Veröffentlichung des Sonderprüfungsberichts der Wirtschaftsprüfung KPMG Ende letzten Monats erhöhten Hedgefonds die Wetten auf einen Kurseinbruch der Wirecard-Aktie.  Die Netto-Leerverkaufspositionen sind auf mehr als 10 Prozent gestiegen.

Bisher scheint die Wette gelungen. Im September kostete die Wirecard-Aktie noch knapp 200 Euro. Vor der Veröffentlichung stand sie noch bei über 130 Euro. Aktuell liegt der Wert nur noch bei 82,46 Euro.

Risiko

Bereits seit Anfang letzten Jahres ermittelt die Finanzaufsichtsbehörde gegen den Aschheimer Zahlungsdienstleister. Sie richtete Ihr Hauptaugenmerk dabei jedoch auf Journalisten und Investoren. Die Bafin stellte Anzeige gegen sie bei der Staatsanwaltschaft München wegen Leerverkaufs-Attacken. Bereits im Februar 2019 verhängte die Bafin ein Leerverkaufsverbot über 2 Monate. In der Geschichte der Bafin war das eine Prämiere. Das Wetten auf Kursverluste war nie zuvor verboten worden. Die damalige Maßnahme erntete viel Kritik und man warf der Behörde vor, nicht unbefangen zu handeln.