Die Wirecard-Aktie konnte zuletzt wieder deutlich zulegen. Nachdem die Aktie am 29. Januar noch bei 1,73 Euro lag, stieg sie innerhalb von zwei Tagen rasant auf aktuelle 6,55 auf. Das sind knapp 280 Prozent plus. Auch macht der insolvente Zahlungsdienstleister mit immer neuen Meldungen auf sich aufmerksam.

Wirecard-Ausverkauf beginnt

Nachdem gestern bekannt wurde, dass sich das amerikanische Tochterunternehmen Wirecard North America zum Verkauf stellt, stellte sich schnell die Frage ob dies bereits der Anfang eines drohenden Ausverkaufs sei. Hierzu äußerte sich der Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffe am Dienstagabend zu Wort.

„Es haben sich bereits eine Vielzahl von Investoren aus aller Welt gemeldet, die Interesse am Erwerb des Kerngeschäfts (oder) der davon unabhängigen und eigenständig erfolgreich am Markt agierenden Geschäftsbereiche haben“, erklärte er nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses.

Zu den potenziellen Interessenten gehören laut Insidern Finanzinvestoren und Wirecard-Rivalen, wie die französische Wordline. Der Insolvenzverwalter erklärte weiter, dass die Glauber dabei auch grünes Licht für die Mandatierung von spezialisierten Investmentbanken gegeben hätten. Diese sollen sich um den Verkauf der einzelnen Firmenanteile kümmern.

Die Verkaufserlöse kämen dabei den Gläubigern der Wirecard AG zugute.

Vordringlichstes Ziel im vorläufigen Insolvenzverfahren ist es, den Geschäftsbetrieb der Konzerngesellschaften zu stabilisieren“, kommentierte Jaffe. „Dazu werden intensive Gespräche mit Kunden, Handelspartnern und den Kreditkartenorganisationen geführt.“