Die Katze ist nun also aus dem Sack: Nachdem das Management bei Wirecard (WKN: 747206) bereits vor einiger Zeit angekündigt hat, dass die bisherigen Prognosen allesamt zu konservativ sind, haben wir nun endlich Klarheit. Denn heute, am 8. Oktober, hat das Management sich nun endlich zu den weiteren Aussichten des Unternehmens im Rahmen seines Kapitalmarkttages geäußert.

Um eine Sache gleich vorweg zu nehmen: Die Prognosen wurden nicht nur leicht erhöht, sondern durchaus gewaltig. Aber jetzt eher langsam und gemächlich, denn wir wollen im Folgenden ja schließlich nichts vergessen.

Die aktuelle Prognose im Vergleich zur Vorherigen

Für den Fall, dass du in den letzten Wochen oder Monaten irgendwie im vorzeitigen Winterschlaf gewesen bist, wollen wir zunächst jedoch noch einmal einen kurzen Blick darauf werfen, wie das bisherige Prognosemaß ausgesehen hat. Keine Panik, danach kommen direkt die frischen Zahlen, versprochen.

Bislang ist das Management von Wirecard davon ausgegangen, dass man bis zum Geschäftsjahr 2025 ein Transaktionsvolumen in Höhe von 710 Milliarden Euro wird abwickeln können. Aus diesem gewaltigen Geldbetrag wollte man gemäß der bislang gültigen Prognose Umsätze in Höhe von 10 Milliarden Euro, sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro erzielen. Wie gesagt, gemäß dem alten Stand.

Doch jetzt halt dich fest: Nach neuem Prognosestand wird Wirecard bis zum Jahr 2025 voraussichtlich auf ein Transaktionsvolumen in Höhe von mehr als 810 Milliarden Euro – also plus 100 Milliarden Euro – kommen und aus diesen Umsätze in Höhe von 12 Milliarden Euro bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 3,8 Milliarden Euro erzielen können.

Wirecard hat somit seine Ziele für das Transaktionsvolumen um rund 14 % nach oben revidiert, seine Umsatzziele um 20 % und die eigene Prognose für den Betriebsgewinn um ebenfalls rund 15 % nach oben geschraubt. Eine durchaus spannende Entwicklung, wenn du mich fragst.

Was das für das Wachstum bedeutet

Bleibt an dieser Stelle natürlich noch die spannende Frage, was das für das Wachstum bedeutet. Einfach ausgedrückt, natürlich, dass das Wachstum in den kommenden Jahren weiter rasant anhalten wird. Allerdings ist hierbei natürlich viel spannender, wie rasant denn nun eigentlich rasant in den folgenden Jahren aussehen wird.

Gemäß dieser nun gültigen Prognose rechnet Wirecard zwischen den Jahren 2018, wo die Umsätze noch bei rund 2,2 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn (EBITDA) bei rund 560 Millionen Euro gelegen haben, und 2025 mit durchaus starken Wachstumsraten. Alleine die Umsätze dürften demnach innerhalb dieses Zeitraumes um rund 29 % wachsen, der Betriebsgewinn hingegen um rund 31,5 %. Wie gesagt, nicht bloß einmalig, sondern über die noch kommenden rund sechseinhalb Jahre im Durchschnitt.

Die aktuellen Wachstumsraten könnten demnach noch für einige Zeit anhalten, auch wenn sie mit steigender Größe möglicherweise ein wenig langsamer werden. Nichtsdestoweniger hat der innovative Zahlungsdienstleister mit diesem Prognosewerk ein spannendes, mittel- bis langfristiges Ziel präsentiert. Wobei auch das möglicherweise erst ein kleiner Vorgeschmack dessen sein könnte, was hier möglich ist – denn auch die veraltete Prognose hat schließlich lediglich ein Jahr lang ihre Gültigkeit besessen.

Diese Wachstumsgeschichte lebt

Wenn man als Investor daher einen Beweis benötigt hat, dass diese Wachstumsgeschichte lebt und wenn die bisherigen Zahlen, Prognosen und auch die vielen, vielen Kooperationen hierfür nicht ausreichend gewesen sind, dann möglicherweise die heutige Meldung. Das Management ist weiter zuversichtlich und hat die Prognosen bedeutend angehoben, was das Wachstum langfristig möglicherweise kurzfristig beschleunigen und langfristig stabilisieren sollte.

Ob das nun die Initialzündung für den seit Tagen und Wochen stagnierenden Kurs ist? Eine andere Frage. Allerdings wäre ich an dieser Stelle nicht verwundert.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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