Noch vor wenigen Tagen wurde der Xiaomi-Aktie ein Crash vorhergesagt, da sie im Wochenverlauf auf bis zu 2,60 Euro gesunken ist. In der neuen Woche steht das Papier Analysten zufolge jedoch vor steigenden Kursen. Denn Gewinne von 24 Prozent in einem Monat und 196 Prozent innerhalb eines Jahres seien der Beleg für einen anstehenden Aufwärtstrend. Zuletzt ist das Papier um 2,32  Prozent auf 2,67 Euro gefallen. 

Das nächste Kursziel der Xiaomi-Aktie

Der Grund für die jüngste Kursschwäche liegt wohl an der politischen Entwicklung in den USA. Es wurde über Sanktionsmöglichkeiten gegen chinesische Unternehmen diskutiert, welche allerdings in der Realität kaum durchgesetzt werden können. Trotzdem litten chinesische Unternehmen wie Xiaomi darunter und mussten einen Rücksetzer hinnehmen. Der charttechnische Aufwärtstrend setzt sich jedoch fort und die Hausse-Entwicklung wurde in den letzten Wochen verstärkt. Der Aufwärtstrend lässt sich unter anderem durch die neuen Xiaomi-Smartphones erklären, mit welchen im 5G-Bereich durchaus Punktgewinne möglich scheinen. Zusätzlich gilt es zu berücksichtigen, dass vor der 3-Euro-Marke keine Hindernisse erkennbar sind. Das bedeutet, dass die Aktie das bisherige Allzeithoch noch immer überwinden könnte. Analysten zufolge seien sogar Kursgewinne von bis zu 3,50 Euro möglich. 

Xiaomi: Die Expansionsstrategie

Erst im Juli dieses Jahres eröffnete der erste Mi-Store in Deutschland. Nun will das Unternehmen noch einen Schritt weiter gehen, um seine Sichtbarkeit in Deutschland zu erhöhen. Dafür soll eine, bereits seit 2019 bestehende, Kooperation mit den Elektronikfachmärkten Saturn und Media Markt wieder aufgegriffen werden. Der Head of Western Europe, Ou Wen, erklärt im Gespräch mit Telecom Handel die weitere Strategie: Alle 432 Märkte von Media Markt und Saturn sollen entweder mit Shop-in-Shops oder mit  individuellen Lösungen versorgt werden. Wen ist der Meinung, dass die Kooperation keine Konkurrenz für die Mi-Stores darstellt, sondern vielmehr eine Ergänzung dieser sein wird. Die Kunden könnten somit über alle möglichen Kanäle angesprochen werden. Vor allem in Deutschland scheint es eine gute Lösung zu sein den Einzelhandel zu erobern, da hier der Hauptumsatz immer noch klassisch in Läden statt online erzielt wird.