Die Zalando-Aktie (WKN: ZAL111) hat in diesem Jahr eine wirklich bemerkenswerte Performance hingelegt. Seit Jahresstart liegen die Anteilsscheine deutlich im Plus, was an einer intakten Investitionsthese im E-Commerce liegt. Möglicherweise verbessern sich jetzt sogar die Aussichten, da der stationäre Einzelhandel weiterhin Probleme hat.

Wie auch immer: Hinter Zalando steckt gleichsam ein erfahrenes, weitsichtiges und in Teilen sogar noch gründergeführtes Management. Wie jetzt jedoch bekannt geworden ist, wird ein wichtiger Funktionär diese Wachstumsgeschichte verlassen.

Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was Foolishe Investoren wissen müssen. Sowie auch, was das für die Aktie bedeuten könnte.

Zalando-CEO hört auf!

Wie zum Ende des Wochenendes bekannt geworden ist, wird mit Rubin Ritter ein wichtiger Funktionär seine Zeit bei Zalando bald beenden. Eigentlich besitzt Ritter noch einen bis zum Jahre 2023 laufenden Vertrag. Allerdings hat der Top-Funktionär den Aufsichtsrat über seine Entscheidung informiert und um die Aufhebung des Vorstandsvertrags gebeten.

Rubin Ritter ist seit dem Jahr 2010 Co-CEO bei Zalando. Gemeinsam mit den beiden Gründern Robert Gentz und David Schneider führte Ritter den E-Commerce-Akteur in diese bis jetzt erfolgreiche Zeit. Gemäß erster Meldungen wird der Co-CEO Zalando bis zur ordentlichen Hauptversammlung im kommenden Jahr 2021 seine Aufgaben allmählich niederlegen. Definitiv ein Paukenschlag.

Die Gründe für diesen Schritt sind offenbar privater Natur. Demnach wolle sich Ritter künftig mehr seiner Familie widmen, sowie seiner Frau ermöglichen, sich auf ihren Beruf zu konzentrieren. Möglicherweise wird sich der bald ehemalige Zalando-Funktionär auch künftig vermehrt in der Start-up-Szene engagieren. Aber bleiben wir bei der Zalando-Aktie sowie der Frage, was das bedeutet.

Was bedeutet das für die Zalando-Aktie?

Grundsätzlich ist es schwierig, die Bedeutung von Ritter für Zalando klar zu definieren. Allerdings hat der Top-Funktionär Zalando unter seiner Ägide zumindest mit zu dem gemacht, was es heute ist: Eine führende europäische Plattform für den Modeversandhandel. Sowie zu einer trendstarken Wachstumsgeschichte, die möglicherweise auch künftig weiter zulegen wird.

Glücklicherweise ist Ritter nicht der alleinige CEO, sondern mit Robert Gentz und David Schneider bleiben zwei erfahrene Kompetenzen und sogar Gründungsmitglieder dieser Wachstumsgeschichte erhalten. Das zeigt mir zumindest, dass es keinen Sedes vacans gibt, der möglicherweise problematisch wird.

Spannend wird auch, ob die Position von Ritter neu besetzt wird oder ob die beiden Gründer-CEOs die Kompetenzen unter sich aufteilen. Mein derzeitiges Zwischenfazit ist jedenfalls: Es ist schade, dass ein erfahrener, langjähriger Funktionär Zalando verlässt. Aber im Top-Management gibt es zumindest noch erfahrene Kräfte.

Nicht überbewerten …

Als Foolisher Investor würde ich den angekündigten Rückzug von Rubin Ritter als Co-CEO hinter Zalando daher nicht überbewerten. Keine Frage: Es ist immer ein in Teilen kritischer Moment, wenn etwas Bewegung ins Top-Management kommt. Hinter der Zalando-Aktie stecken jedoch weiterhin erfahrene Vorstandsmitglieder.

Der E-Commerce-Siegeszug bleibt jedenfalls bestehen, ein möglicher Wettbewerbsvorteil ist bereits errichtet. Der jetzige Zeitpunkt könnte daher nicht mehr schlimm sein, Rubin Ritter hat Zalando schließlich mit zu dem gemacht, was es heute ist.

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Vincent besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Zalando.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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