MANNHEIM (dpa-AFX) - Nach dem Ende der Corona-Ausnahmeregeln für Firmen in Schieflage rechnet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit einem Anstieg von Pleiten vor allem kleinerer Unternehmen. Anfällig für negative Auswirkungen der Corona-Krise seien insbesondere Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Selbstständige und Freiberufler, heißt es in der Untersuchung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Aufgrund der zeitweise ausgesetzten Insolvenzsantragspflicht war die Zahl der Firmenpleiten im Corona-Krisenjahr auf ein Rekordtief gesunken.

"Die Anzahl insolventer Unternehmen mit kleiner Mitarbeiterzahl geht bis September 2020 deutlich zurück, während die Insolvenzanmeldungen Ende des Jahres wieder einen Anstieg erfahren", berichtete ZEW-Experte Georg Licht. In den kommenden Monaten sei mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. Gefährdet seien vor allem kleine Firmen mit begrenzten Bargeldreserven und geringen Sicherheiten für die Inanspruchnahme neuer Kreditlinien./mar/DP/zb