HONGKONG/LONDON (dpa-AFX) - Die britische Bank Standard Chartered hat im dritten Quartal vor allem mit den Folgen der niedrigen Zinsen gerungen. Zudem drückte auch die Corona-Pandemie weiter auf das Ergebnis - allerdings nicht so heftig wie erwartet. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle musste zwar um 27 Prozent auf 353 Millionen Dollar erhöht werden. Experten hatten allerdings mit deutlich mehr gerechnet. Deshalb sank auch der Gewinn nicht so stark wie befürchtet.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern sei im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 745 Millionen US-Dollar (635 Mio Euro) gefallen, teilte die Bank mit einem starken Geschäft in Asien am Donnerstag in Hongkong und London mit. Die Erträge gingen vor allem wegen einer deutlichen niedrigen Marge im zinsabhängigen Geschäft um zwölf Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar zurück. Dies ist vor allem auf die äußerst expansive Geldpolitik der Notenbanken weltweit zurückzuführen, mit denen diese gegen die Krise infolge der Corona-Pandemie ankämpfen./zb/stk