SCHWERIN (dpa-AFX) - Die Zukunft der finanziell angeschlagenen MV Werften bleibt weiter in der Schwebe. Anders als geplant konnte der Finanzausschuss des Landtags am Donnerstag noch kein grünes Licht für weitere Kreditbeihilfen des Landes in Höhe über 77 Millionen Euro geben. Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Abend nach einer mehrstündigen Ausschusssitzung sagte, fehlt noch die endgültige Zusage des Bundes, sich an dem neuerlichen Rettungspaket für den Werftenverbund zu beteiligen, der seit 2016 zu dem asiatischen Mutterkonzern Genting Hongkong gehört. Der Bund habe die Bereitschaft erklärt, weitere 300 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds bereitzustellen. Bevor das Geld aber fließen könne, erwarte der Bund Eigenleistungen Gentings über 60 Millionen Euro und Sicherheit zum Fortbestand der Werften. Die Verhandlungen dazu liefen, sagte Meyer.

Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Heiko Geue (SPD) betonte, dass Landesregierung und Landtag bereit seien, die Werften weiter zu unterstützen. "Es bleibt aber leider bei der Situation für die Werften und auch für die Belegschaften, dass wir vor Weihnachten der Ungewissheit kein Ende machen können", sagte Geue./fp/DP/nas