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2 interessante IPO-Aktien von 2018, die jetzt über 30 % billiger zu haben sind – und eine, die durchzieht

09:06 Uhr 18.02.2019

Für Anleger kann es sich lohnen, den IPO-Markt im Blick zu behalten. Manche Unternehmen gibt es später nie wieder so billig wie am Ausgabetag. 2018 war aber Abwarten häufig die bessere Strategie. Die Aktien von Akasol (WKN:A2JNWZ), Home24 (WKN:A14KEB) und Cyan (WKN:A2E4SV) gab es alle zu einem späteren Zeitpunkt noch viel billiger. Wer jedoch zu lange wartet, könnte eine ausgezeichnete Gelegenheit verpassen.

Cyan: Cybersecurity aus Österreich

Noch Ende Oktober hätten wir die Cyan-Aktie für knapp 21 Euro erwerben können und damit 10 % unter dem Ausgabepreis vom März. Doch dann wurde sie entdeckt und schoss innerhalb kürzester Zeit auf über 35 Euro hoch. Nach all den Datenskandalen und Hackerangriffen wird so langsam jedem in den Geschäftsetagen klar, dass Cybersecurity ganz oben auf der Agenda stehen muss.

Cyan setzt darauf, über die Verarbeitung von täglich Milliarden an Datenanfragen Bedrohungen zu identifizieren. Durch die Implementierung der Software bei Mobilfunkbetreibern, Regierungsstellen und Finanzdienstleistern können so gefährliche Aktivitäten abgewehrt werden, bevor sie das Mobilgerät der ansonsten oft nur unzureichend geschützten Endnutzer erreichen. Letztere bezahlen beim Hauptkunden T-Mobile Austria derzeit 1,90 Euro pro Monat für das Schutzpaket.

Cyan hat Entwicklerteams in Polen und der Tschechischen Republik und betreibt für diesen Service international eine große Anzahl an virtuellen Rechenzentren, welche das Internet durchstöbern und Auffälligkeiten mit eigenen hochentwickelten Algorithmen analysieren. Das Management gibt sich überzeugt, dass das Unternehmen schon bald über einen diversifizierten Partner- und Kundenstamm verfügen wird.

Im Dezember wurde dann auch ein bedeutender Vertrag mit der französischen Orange abgeschlossen. Diverse Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaften sorgen für zusätzliche Fantasie. Der Marktkapitalisierung von 284 Mio. Euro (Schluss 15.02.) standen zum 30.06. allerdings lediglich 41 Mio. Euro Eigenkapital gegenüber. Die Umsätze belaufen sich noch auf ein sehr niedriges Niveau.

Dafür könnte jetzt ein sehr starkes Wachstum bevorstehen und das Geschäft verspricht dank der niedrigen Fixkosten zeitnah Gewinne. Die gute Skalierbarkeit spricht ganz klar für die Aktie, sowie auch folgendes Rechenexempel: Wenn es gelingt, mittel- bis langfristig nur 1 % der rund 500 Mio. europäischen Mobilfunkkunden von dem Produkt zu überzeugen, dann bedeutet dies einen vielversprechenden Umsatzstrom von monatlich 10 Mio. Euro (ca. 2 EUR * 5 Mio.), diverse weitere Potenziale nicht eingerechnet.

Fazit: Noch gibt es sicherlich eine Menge Fragezeichen, aber Cyan ist dem Eindruck nach an etwas dran, das richtig erfolgreich werden könnte. Die Aktie hat auch nach dem Lauf noch jede Menge Potenzial, wenn das Unternehmen weiterhin gute Fortschritte macht.

Home24: Möbel für alle

Die Bewertung von Home24 nach dem IPO erforderte aus meiner Sicht "20 Jahre pausenlos Höchstleistungen" (siehe Artikel vom 10.09.). Das war zwar ein mögliches Szenario, aber doch ein sehr ambitioniertes. Zwischenzeitlich ist die Marktkapitalisierung dann auch um gut zwei Drittel auf nun noch 220 Mio. Euro abgeschmolzen.

Anfang Februar wurde gemeldet, dass Großaktionär Rocket Internet (WKN: A12UKK) seine Beteiligung stark reduziert hat, was natürlich kein besonders gutes Zeichen ist. Andererseits könnte die Aktie nun so billig sein, dass sie wieder attraktiv wird. Immerhin spülte der Börsengang 150 Mio. Euro in die Kasse. Entscheidend ist aber natürlich, dass das Unternehmen nicht nur gute Wachstumsraten erzielt, sondern auch aus den roten Zahlen kommt.

Bei diesen Punkten überzeugte Home24 zuletzt nicht wirklich. Vor allem in Brasilien lief es nicht rund. Dass die Verluste sich im IPO-Jahr noch ausgeweitet haben, dürfte hingegen kaum überraschen. Neben dem damit verbundenen Aufwand fielen zuletzt auch eine Menge Anlaufkosten für Expansionsinitiativen an.

Die erhöhten Investitionen in Eigenmarken, Logistik, Software und Showrooms sollten sich jedoch in Zukunft auszahlen. Bis zu 30 % Wachstum erwartet das Management für 2019 und ab 2020 ist mit einem positiven operativen Ergebnis vor Abschreibungen zu rechnen. Bis dann vielleicht 2021 auch unter dem Strich Gewinne erzielt werden, könnte sich das Eigenkapital zwar noch auf unter 100 Mio. Euro reduzieren, aber dafür wird voraussichtlich der Umsatz die Marke von 500 Mio. Euro überschreiten.

Fazit: Home24 bleibt eine heiße Wette, aber das deutlich reduzierte Bewertungsniveau verbessert das Chancen-Risiko-Verhältnis erheblich. Wenn die Strategie greift, sind hier große Gewinne möglich.

Akasol: Voll unter Strom

Mit viel Zuversicht ist im Juni auch Akasol an der Börse gestartet, doch die Hoffnungen der mutigen Anleger wurden schnell enttäuscht. Von 48,50 Euro rutschte der Kurs um ein Drittel auf rund 33 Euro ab. Dabei müsste der Batteriehersteller doch eigentlich tolle Wachstumsaussichten haben. Seine Hochleistungs- Lithium-Ionen-Systeme kommen insbesondere bei Elektrobussen zum Einsatz, die weltweit immer beliebter werden.

Das Umsatzniveau ist mit gut 20 Mio. Euro allerdings noch überschaubar. Es gibt noch einiges zu tun, um in die Bewertung von 198 Mio. Euro hineinzuwachsen. Allerdings beginnen die Investitionen in die Serienproduktion und den Ausbau der Kapazitäten in den USA erst jetzt zu greifen. Bereits bestehende mehrjährige Rahmenvereinbarungen mit großen Bus- und Nutzfahrzeugherstellern untermauern den Wachstumspfad. Weitere Akquiseerfolge und der aktive Ausbau des Leistungsspektrums sollten auf absehbare Zeit genug Treibstoff liefern.

Die Frage ist dann, wie es auf lange Sicht ausschaut, wenn der erste Nachfrageschub abklingt und knallharter Wettbewerb auf etwaige Überkapazitäten trifft. Gehört Akasol dann bereits zu den Spielern, die gestärkt aus solch einer Situation herauskommen? Da bin ich mir nicht so sicher, wenn ich an einige wesentlich größere Spieler im Energiespeichermarkt denke. Andererseits kann das Wachstum durchaus auch über viele Jahre anhalten, sodass Akasol vielleicht selbst zu einem Milliardenkonzern heranwachsen würde.

Fazit: Akasol hat fast 100 Mio. Euro erlöst, die seither für stürmisches Wachstum investiert werden. Anleger, welche die Entwicklung erst einmal beobachtet haben, bekommen nun die Chance für einen billigeren Einstieg. Die aktuelle Marktkapitalisierung zu rechtfertigen, dürfte kein Problem sein, soweit sich das Auftragsbuch weiter füllt.

Drei Aktien, die man sich genauer anschauen sollte

Alle drei Unternehmen haben verlockende Wachstumsperspektiven, die für Aktionäre die Chance auf außergewöhnliche Gewinne bieten. Aber Selbstläufer sind das trotzdem nicht, denn jedes muss auf seine Weise beweisen, dass es in der Lage ist, die Potenziale auch auszuschöpfen und nachhaltige Profitabilität zu erwirtschaften.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Ralf Anders, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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