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Devisenmarkt im Fokus - US-Dollar stabilisiert sich

11:50 Uhr 06.02.2019
MarkttrendsTitel060219

Die jüngste US-Notenbanksitzung wirkt noch nach. Nach einem kurzen "Schwächeanfall" des Greenbacks unmittelbar vor und nach der Leitzinsentscheidung der FED vom 30.01. haben sich die Wogen am Devisenmarkt wieder etwas geglättet.

Die Aussicht auf eine weniger restriktive US-Geldpolitik schwächt die Position des US-Dollars an den Devisenmärkten zwar etwas und das womöglich auch mittelfristig, doch ein Großteil der Erwartungen des Marktes wurde bereits im Vorfeld der Januar-Sitzung des FOMC ( Federal Open Market Committee) in die Entwicklung der Devisenmärkte eingepreist. Nach der Sitzung ist man nun "schlauer" und "weiß", was die US-Notenbank in etwa vorhat, doch unterm Strich bleibt es dabei, dass der US- Dollar von den wichtigen Währungen auf der Welt derzeit den größten fundamentalen Rückenwind bekommt. Ihm wurde zwar das Aufwärtspotential (vorerst) beschnitten, die anderen kochen aber auch nur mit Wasser und dieses Wasser scheint auch noch "dünner" zu sein. An dieser Stelle sei nur auf die aktuell ultralockere Geldpolitik der EZB und der Bank of Japan verwiesen, die dem Euro respektive dem Yen zusetzen. Die Zinsdifferenz dieser beiden Währungsräume zum US-Dollarraum ist eklatant. Die Bank of England bereitet sich auf einen offenkundig immer heikler werdenden Brexit vor. Mit anderen Worten: Auch das Britische Pfund reicht - von temporären Erholungsphasen natürlich einmal abgesehen - dem US-Dollar gegenwärtig nicht das Wasser.

Kommen wir auf die US-Notenbank und den US-Dollar zurück. Die US-Notenbank hat den Finanzmärkten signalisiert, mit ihrer Geldpolitik zukünftig noch flexiblerer auf Aspekte wie Wirtschaftsentwicklung (Konjunkturdaten) und Inflationsentwicklung eingehen zu wollen. Dass der US-Dollar in der vergangenen Woche relativ schnell wieder Boden unter die Füße bekam, dürfte maßgeblich an den in der Folgezeit veröffentlichten US-Konjunkturdaten gelegen haben. Neben einigen negativen Ausreißern gab es aber positive Überraschungen. Stellvertretend sei an dieser Stelle auf den am Freitag (01.02.2019) veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht für Januar verwiesen. Mit Blick auf den wochenlangen "Shutdown" hatten Marktteilnehmer mit einem allenfalls durchwachsenen US-Arbeitsmarktbericht gerechnet. Doch es kam anders. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertraf die Markterwartungen deutlich und auch die nicht minder wichtige Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne traf die Markterwartungen weitgehend. Insgesamt wirkte sich der US-Arbeitsmarktbericht stützend auf die Entwicklung des US-Dollars aus. Der Abwärtsdruck ließ nach. Um sich ein Bild von den Befindlichkeiten des US-Dollars an den Devisenmärkten zu machen, lohnt immer auch ein Blick auf den US-Dollar-Index. In diesem wird der US-Dollar einem Korb aus sechs Währungen (Euro, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF) gegenübergestellt. Der untere Chart verdeutlicht die übergeordnet robuste Verfassung des US-Dollars.

 


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