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Diese 3 Punkte zeichnen die AURELIUS-AKTIE aus und was Anleger beachten sollten

09:07 Uhr 29.01.2019

In den letzten zwei Jahren kam die Aurelius (WKN: A0JK2A)-Aktie aufgrund von Leerverkäufen (Wette auf fallende Kurse) verschiedener Hedgefonds unter Druck. Sie vermuteten eine Überbewertung der einzelnen Beteiligungen, mussten aber zwischenzeitlich feststellen, dass sie falsch lagen.

Zuletzt gab der Kurs, wie bei vielen anderen Aktien, aufgrund erhöhter Konjunktursorgen kräftiger nach. Der Vorstand betonte jedoch zum Ende des letzten Jahres, dass die operative Entwicklung der Beteiligungen weiterhin positiv verläuft und dass keiner der aktuellen makroökonomischen Faktoren das Unternehmen übermäßig hart trifft.

Was alles für Aurelius spricht und welche Faktoren du dennoch berücksichtigen solltest, erfährst du hier.

1. Langfristig erfolgreiche Geschäftsentwicklung

Es ist deutlich erkennbar, dass die Unternehmer mit Herzblut dabei sind und ihr Handwerk verstehen. So ist im Zeitraum 2008 bis 2017 der Umsatz von 583 auf 3.354 Mio. Euro gestiegen.

Dabei ist der Ansatz immer ähnlich: Kauf von günstigen Unternehmen, deren Werte in Folge gehoben werden. Mit zunehmender Größe würde dieses Geschäft aber immer schwieriger, weil auch die zu übernehmenden Firmen immer größer werden müssten.

Deshalb investiert die Beteiligungsgesellschaft nun über den Bereich Wachstumskapital auch in mittelständische Unternehmen, die eine Nachfolgelösung suchen. Sie können über Beratung meist genauso erfolgreich weiterentwickelt werden und werden langfristig gehalten.

Ein dritter Bereich ist das Finanzierungsgeschäft, über das Unternehmen in besonderen Situationen mit Krediten bedient werden. Und über ein viertes Segment investiert Aurelius in Immobilien, die aufgrund der niedrigen Bewertung ebenso über Wertsteigerungspotential verfügen.

2. Immer noch Entwicklungspotential

Trotz seiner rasanten Entwicklung beträgt die Marktkapitalisierung derzeit nur knapp über eine Mrd. Euro. Damit zählt Aurelius im internationalen Vergleich zu den mittelgroßen Unternehmen und besitzt somit noch Entwicklungsmöglichkeiten.

Klar ist aber auch, dass sich mit zunehmender Größe das Wachstum abschwächt, so dass in den nächsten zehn Jahren geringere Wachstumsraten zu erwarten sind.

3. Aktien sind günstiger geworden

Vom Hoch im März 2017 hat die Aktie etwa 45 % an Wert verloren (25.01.2019). Für Investoren ist dies immer eine gute Nachricht, denn es bedeutet im Fall von Aurelius, dass ein bisher gutes Unternehmen deutlich günstiger geworden ist.

Und dies ist auch an der Bewertung ablesbar. So notiert die Aktie heute zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von zwei (25.01.2019). Im Vergleich: 2016 lag es noch bei knapp vier. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch noch tiefer fallen könnte, denn beispielsweise 2009 war sie sogar zu Kurs-Buchwert 0,7 zu erwerben. Für 2019 liegt die Dividendenrendite bei 11,9 % (25.01.2019), aber aufgrund der folgenden Erläuterung, könnte sie auch einmal gestrichen werden.

Was Anleger wissen sollten

Beteiligungsgesellschaften sind aufgrund der Vielzahl der Anlagen schwerer bewertbar. Hinzu kommt häufig der hohe Einsatz von Fremdkapital bei der Übernahme fremder Firmen. So besitzt auch Aurelius mit 26,2 % keine sehr hohe Eigenkapitalquote.

Und genau dieser Umstand macht das Unternehmen stärker konjunkturanfällig. So ist der Kurs in der letzten Krise (2007 bis 2009) um über 82 % gefallen. Auch, wenn sehr viele Beteiligungen gehalten werden, sind die Ergebnisse verwundbar, wenn ein großer Teil der Holdings konjunkturanfällig ist. Dies könnte auch eine Begründung für die Schwankungsanfälligkeit des Kurses sein.

Zu denken gibt auch, dass der Vorstand keine Auskunft über seine aktuelle Beteiligung am Unternehmen gibt. Dies lässt eine Reduzierung bis Veräußerung vermuten, was ein Negativpunkt wäre. Dazu kannst du auch einen Artikel von Marlon Bonazzi lesen, der die letzte Hauptversammlung besucht hat.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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