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Edelmetalle im Fokus - Es steht Spitz auf Knopf bei Gold!

11:12 Uhr 06.03.2019
TitelMarkttrends220219

Die Lage an den Edelmetallmärkten hat sich zuletzt erheblich eingetrübt. Die Notierungen für Gold, Silber & Co. kamen in den letzten Handelstagen deutlich zurück. Vor allem Gold ringt gegenwärtig um frische Impulse und es muss zudem aufpassen, nicht vollends aus seinem bullischen Szenario herauszufallen.

Die kurzfristigen Perspektiven für Gold haben sich aus charttechnischer Sicht ohne Zweifel eingetrübt. Nachlassende Ängste (zumindest temporär) an den Aktienmärkten und eine daraus folgende stabile Vorstellung der Indizes haben Gold ein wenig den Boden entzogen. Sehr gut lässt sich dieses an der aktuellen Entwicklung der Bestandsdaten physisch besicherter Gold-ETFs ablesen. Diese verzeichneten in der letzten Zeit infolge der nachlassenden Risikoaversion unter Anlegern und Investoren in Summe deutliche Rückgänge ihrer Bestände.

Ein weiterer Belastungsfaktor für die Edelmetalle ist natürlich die derzeitige Entwicklung des US-Dollars an den Devisenmärkten. Der Greenback hat hier ein beeindruckendes Comeback gestartet und konnte gegen den Euro und gegen den Japanischen Yen zuletzt kräftig zulegen. Die ganze Situation manifestiert sich auch im Chart des US- Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenbacks gegen einen Korb aus sechs Währungen (EUR, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF) stellt. Ein steigender US-Dollar-Index dokumentiert einen starken US-Dollar, ein fallender US-Dollar-Index entsprechend einen schwachen.

Der Chart des US-Dollar-Index zeigt deutlich, dass dieser nach einer lehrbuchreifen Konsolidierung auf den Unterstützungsbereich von 96 Punkten nach oben abdrehte und nun den massiven Widerstandsbereich um 97,0 / 97,7 Punkte ins Visier nimmt. Daraus lassen sich wiederum im Wesentlichen zwei Szenarien für den US-Dollar-Index ableiten. Kann der US-Dollar seinen Schwung beibehalten und das massive Widerstandscluster durchbrechen, dann könnte sich die US-Dollar-Stärke weiter entfalten; mit wohl entsprechenden Auswirkungen auf den Goldpreis. Doch auch ein Scheitern des US-Dollars an dem Widerstand wäre denkbar, was wiederum wohl die Situation bei Gold entspannen würde. Welches Szenario sich letztendlich durchsetzen wird, ist aus unserer Sicht völlig offen. Das passt aber ins Bild der uneinheitlichen Lage bei Gold, die zwar einerseits prekär zu sein scheint, doch andererseits nicht ganz ohne Hoffnung für die Goldoptimisten ist.

Im Zuge unserer letzten Kommentierung zu Gold an dieser Stelle am 28.02. hatten wir eine baldige Entscheidung des Edelmetalls angekündigt. Zum damaligen Zeitpunkt lief der Goldpreis in die Spitze eines Dreiecks, das aus dem kurzfristigen Abwärtstrend (grün dargestellt) und den mittelfristigen Aufwärtstrend (rot dargestellt) gebildet wurde. Mittlerweile wurde dieses über einen abwärtsgerichteten Ausbruch aufgelöst. Aktuell droht das Edelmetall zudem, den wichtigen Unterstützungsbereich um 1.290 US-Dollar endgültig aufzugeben. Setzt das Edelmetall jedoch signifikant darunter, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Dieser Fall wäre aus unserer Sicht gegeben, wenn auch die 1.280 US-Dollar unterschritten werden würden.

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