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Markttrends Rohstoffe: Die US-Notenbank liefert, Gold legt zu

10:38 Uhr 31.01.2019
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Mit großer Spannung und verbunden mit einer enormen Erwartungshaltung blickten die Finanzmärkte auf das, was die US-Notenbank am gestrigen Mittwoch (30.01.) zu sagen hatte. Die Leitzinsentscheidung selbst wurde da zur Nebensache, denn man hatte ohnehin nicht mit einer Veränderung der Leitzinsen in den USA gerechnet.

Mit Blick auf die begleitenden Kommentare und Kommuniqués war natürlich die zentrale Frage: Gibt die US-Notenbank den Finanzmärkten genau das, was diese auch tatsächlich hören wollen? Bereits im Vorfeld wurde recht deutlich, was man von Seiten der Kapitalmärkte von der FED möchte und was nicht. Stellvertretend sei auf die Entwicklung des Goldpreises unmittelbar vor der Sitzung des FOMC ( Federal Open Market Committee) verwiesen. Das Edelmetall räumte bereits in den Handelstagen vor der Sitzung wichtige Widerstände aus dem Weg und leitete mit dem Sprung über die Marke von 1.300 US- Dollar eine Weichenstellung ein.

Insofern stand die Leitzinsentscheidung unter besonderer Beobachtung, denn es wäre auch nicht das erste Mal gewesen, wenn das Edelmetall nach einer Leitzinsentscheidung der FED wieder den Rückwärtsgang hätte einlegen müssen. Und so schaute (bzw. hörte) man auch dieses Mal ganz genau hin... An der Reaktion des Goldpreises lässt sich allerdings vergleichsweise rasch ablesen, dass das Gesagte durchaus wohlwollend zu Kenntnis genommen wurde.

Die FED zeigt sich zunehmend vorsichtiger. Bereits nach dem Dezember-Treffen hatten sich diese Tendenzen ja bereits angedeutet. Nun wurden sie mehr oder weniger deutlich bestätigt. Die US-Notenbank sieht mit Blick auf die Inflationsentwicklung und die Wirtschaftsentwicklung in den USA derzeit nicht unbedingt das Umfeld für weiter ansteigende Leitzinsen. Darüber hinaus machte die US-Notenbank deutlich, dass sie sich vor dem nächsten Zinsschritt "geduldig" zeigen wird und die weiteren Entwicklungen zunächst genauestens verfolgen wird. Die US-Notenbank verwies in diesen Zusammenhang auch auf die zuletzt schwächeren (globalen) Wirtschaftsdaten; vor allem aus China. Wir hatten ja kürzlich die Spekulationen am Markt thematisiert, wonach die US-Notenbank darüber nachdenken würde, ihr Programm  zur Reduzierung der Bilanzsumme ("quantitative tightening") doch weniger konsequent voranzutreiben, als es bislang vom Markt angenommen wurde. Auch in diesem Punkt bestätigten sich im Wesentlichen die Erwartungen bzw. Hoffnungen. Die US-Notenbank äußerte sich dahingehend, dass sie nun bereit sei, das Programm doch stärker den aktuellen Gegebenheiten (Wirtschaftsentwicklung, Inflationsentwicklung usw.) anzupassen. Bislang wurde ja straff jeden Monat die Bilanz um 50 Mrd. US-Dollar reduziert. Dieser Automatismus soll nun auf den Prüfstand kommen.

Die FED-Aussagen verfehlten ihre Wirkung nicht. Die US-Aktienmärkte schossen nach oben. Der US-Dollar knickte an den Devisenmärkten ein und Gold legte weiter zu. Mit aktuell 1.320 US-Dollar behauptet sich das Edelmetall oberhalb der wichtigen Zone 1.290/1.310 US-Dollar. Die nächsten Wochen könnten "goldene Wochen" werden...

 

 


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