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Ölmarkt im Fokus: Finden Brent und WTI neue Impulse?

11:12 Uhr 12.04.2019
MarkttrendsTitel040219

Brent C.O. und WTI Oil auf der Suche nach neuen Impulsen

Sowohl Brent C.O. als auch WTI Oil generierten erst kürzlich frische Kaufsignale, indem sie limitierende Widerstände aus dem Weg räumten. Der Optimismus war groß, die Erwartungshaltung entsprechend. Zwar haben Brent C.O. und WTI Oil die aus den Kaufsignalen abzuleitenden Mindestkursziele mehr oder weniger abgearbeitet, doch irgendwie hatte man sich mehr von diesen vermeintlich starken Signalen erwartet; insbesondere bei Brent C.O.

Gemeinhin wird eine solche Konstellation, wie sie derzeit vor allem bei Brent C.O. vorzufinden ist, an der Börse gern einmal mit "es fehlen die Anschlusskäufe" umschrieben. Soll heißen: Ein Basiswert hat sich zwar zu einem neuen Kaufsignal "gequält", aber danach passierte eben nicht mehr viel. Die eigentlich positive Signallage generierte kein neues Kaufinteresse; womöglich auch, weil die meisten bereits investiert sind. Aus charttechnischer Sicht birgt eine solche Konstellation durchaus Risiken. Denn der Umstand, dass sich der Basiswert nicht entscheidend von seinem Widerstand bzw. der Ausbruchsmarke lösen kann, führt auch gern einmal zu Ungeduld und infolgedessen zu Gewinnmitnahmen. Im Idealfall gewinnt ein Basiswert nach einem erfolgreichen Ausbruch eben schnell an Höhe...

Ein möglicher Grund für die aktuell zu beobachtende Zurückhaltung könnte natürlich darin liegen, dass die preistreibenden Faktoren bereits weitgehend verarbeitet wurden, seien es die Hoffnungen auf ein rasches und zudem positives Ende der Handelsgespräche zwischen den USA und China, sei es die verschärfte Lage in Libyen etc. Dagegen boten insbesondere die aktuellen Daten der EIA (Energy Information Administration) keinen Spielraum für weitere Preissteigerungen. Die EIA vermeldete am Mittwoch (10.04.) für die Woche zum 05.04. einen überraschend starken Aufbau der US-Rohöllagerbestände. Zwar hatte der Markt bereits im Vorfeld mit einem Bestandsaufbau gerechnet, doch die vermeldeten mehr als 7,0 Mio. Barrel stellten die Prognosen doch deutlich in den Schatten. Die aktuelle US-Rohölproduktion wurde für die Woche erneut mit 12,2 Mio. bpd angegeben und verweilte damit auf dem Jahreshoch.

Aus charttechnischer Sicht haben sich im Vergleich zu unserer letzten Kommentierung keine gravierenden Veränderungen eingestellt. Bei Brent C.O. offeriert der Ausbruch über die 70er Marke trotz aller Bedenken weiterhin die Fortsetzung der Bewegung in Richtung 75,0 US- Dollar. So lange Brent C.O. oberhalb der 70,0 US-Dollar bleibt, sehen wir diese Zielzone noch als intakt an. Vorsicht ist allerdings geboten, sollte der Ölpreis noch einmal unter die 70,0 US-Dollar oder gar 68,5 US-Dollar laufen.

Bei WTI Oil ist der Sachverhalt ein wenig anders gelagert. WTI Oil konnte das Kaufsignal "besser" nutzen und lief zügig bis auf knapp 65,0 US-Dollar und damit das nächste Widerstandsniveau an. Seitdem konsolidiert auch WTI Oil und wartet auf frischen Wind. Aus charttechnischer Sicht würde ein Ausbruch über 65,0 US-Dollar ein neues Kaufsignal generieren, wohingegen ein erneutes Abtauchen unter die 60,0 US-Dollar unter allen Umständen zu vermeiden ist.

 


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